24.04.2019 - 10:49 Uhr
Preißach bei TrabitzOberpfalz

Schützen sammelten „Edelmetall“

Würden „Treppchenplätze“ im Schießsport mit echtem Edelmetall belohnt - die „Tannenzweig“-Schützengesellschaft hätte ihr Vermögen im zurückliegenden Vereinsjahr kräftig aufstocken können.

Viel geleistet, gut gezielt: Glänzend fiel die Jahresbilanz der "Tannenzweig"-Schützen aus, die Sportleiter Dominik Petzak, Vorsitzender Max Wagner und Schützenmeister Hans Hey (von links) zogen. Rechts Kassierin Maria Dobmann.
von Bernhard PiegsaProfil

So reichte die Jahresbilanz immerhin für viel Beifall der Versammlungsbesucher und ein Lob von Bürgermeisterin Carmen Pepiuk: "Lauter Top-Ten-Plätze - davor muss man den Hut ziehen."

Vor allem im Rundenfernwettkampf hatte "Tannenzweig" die "Stockerl" für sich gepachtet: Zweite und erste Plätze für die beiden Schülermannschaften, ein zweiter Platz in der B-Klasse für die Jugendauswahl und eine Tabellenführung für das Luftgewehr-Erwachsenenteam hätten den Preißachern zur Ehre gereicht. Den Rundenwettkampf, so Petzak, habe die erste Luftgewehrmannschaft mit Platz drei in der Bezirksoberliga beschlossen, in der Gauoberliga habe es für Luftgewehrteam zwei immerhin zu Rang vier und für die Luftpistolenschützen zu Platz fünf gereicht.

"Deutsche" knapp verfehlt

An Mannschafts- und Einzelwertungs-Tabellenrängen im "vorderen einstelligen Bereich" fehlte es auch bei den anderen Wettbewerben wie den Gau- und Bezirksmeisterschaften, der Gaujugendliga und den Sektionsmeisterschaften nicht, wie der fünfseitige Bericht des Sportleiters belegte. Nachwuchsschützin Silvia Neukam habe sich sogar für die Bayerische Meisterschaft qualifiziert und dort mit einem respektablen 78. Rang in der "Jugendklasse weiblich" bei 376 Ringen das Ticket zur Deutschen Meisterschaft nur knapp verfehlt. Gut verlaufen sei die von "Tannenzweig" organisierte letztjährige Luftgewehr-Gemeindemeisterschaft: Immerhin 19 Vereinsteams mit 146 Teilnehmern hätten sich beteiligt.

Nicht zu kurz kam die Geselligkeit, wie die Rückblicke von Schützenmeister Hans Hey, Vorsitzendem Mas Wagner und Jugendleiter Alexander Bayer illustrierten. Alle Erwartungen habe die Schützenkirchweih übertroffen, freute sich Hey: "Beim Krenfleischessen hatten wir volles Haus, bei der Königsfeier tobten dank Stimmungssänger Roland Söllner alias 'Floppl' die Gäste, und am Sonntag durften wir 150 Mittagessen servieren." Dafür sei aber der Faschingstanz nur "mäßig besucht" gewesen. Dies habe der Besucheransturm beim Starkbierfest im März jedoch wieder wett gemacht.

Mangels Anmeldungen habe man die Ferienprogramm-Kanufahrt auf der Naab absagen müssen, bedauerte der Schützenmeister. Jugendleiter Alexander Bayer erinnerte an das vergnügliche Schützenjugend-Zeltlager in der Fränkischen Schweiz und die Jugendweihnachtsfeier.

Schützenheim verschönert

Aufgefrischt wurde das Schützenheim: Hier habe der Verein großenteils in Eigenleistung den Auswertungsraum renoviert und die neue Bar eingebaut, die sich "schon nach den ersten Veranstaltungen bezahlt gemacht" habe. "Wir waren erstaunt, über welch qualifizierte handwerkliche Fachkräfte unser Verein verfügt", resümierte Wagner.

Die Kameradschaft, die Spitzenergebnisse und die erfolgreiche Jugendarbeit lobten Bürgermeisterin Carmen Pepiuk und Pfarrer Edmund Prechtl. Reibungslos wurde eine "Personalie" geregelt: Als Nachfolgerin für Schriftführerin Elena Hierold, die das Amt aus privaten Gründen niedergelegt hatte, wählten die Schützen Annika Hey.

Probehalber hat ein Hersteller elektronischer Schießstände eine Musteranlage im Preißacher Schützenheim installiert. In den nächsten Monaten sollen alle zehn Stände auf moderne Technik umgerüstet werden.
Info:

Elektronisch ins Schwarze

Einstimmig nahm die Hauptversammlung der Schützengesellschaft „Tannenzweig“ den Vorschlag ihres Vorsitzenden Max Wagner an, die „bejahrten“ Schießstände durch neue Anlagen mit elektronischer Auswertung zu ersetzen. Dies bedeute zwar eine nicht unbeträchtliche Investition, dank derer „Tannenzweig“ jedoch technisch mit den meisten Nachbarvereinen gleichziehe. Auch würden vereinsübergreifende Wettbewerbe mehr und mehr auf elektronischen Anlagen ausgetragen.

An einem „Demostand“, den eine von zwei Anbieterfirmen installiert hatte, konnten sich die Mitglieder ein Bild von der modernen Schießstandtechnik machen. Der Vereinsvorstand will später auch einen „Musterstand“ eines zweiten Anbieters aufstellen lassen und danach entscheiden, wer mit der Modernisierung der Standtechnik beauftragt werden soll. Bürgermeisterin Carmen Pepiuk begrüßte die Entscheidung zugunsten dieser „Investition in die Zukunft des Vereins“, die modernste Trainingsbedingungen schaffe und im Gegenzug das Schützenhaus als Austragungsort für überörtliche sportliche Konkurrenzen empfehlen werde.

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