Steinwaldwichtel helfen "Bauer Reini" bei der Kartoffelernte

Die Kinder des Kinderhauses Steinwaldwichtel waren sichtlich stolz auf die Ausbeute ihrer Kartoffelernte.
von vsrProfil

Dass Kartoffeln nicht im Supermarkt wachsen, wissen die Steinwaldwichtel vom Kinderhaus Premenreuth schon längst: Seit fast 20 Jahren kommen die Buben und Mädchen nicht nur in den Genuss des Erntens der tollen Knolle, sondern sie erfahren von „Bauer Reini“ auch Vieles über die Kartoffel und die Erntetechniken bis in die 1950er Jahre. Zu dieser Zeit wurden nämlich noch Kühe vor die „Kartoffelschleuder“ gespannt und die Feldfrüchte mit der Hand aufgelesen. 1958 kaufte der Großvater von „Bauer Reini“ den Traktor „Dieselross“, der dann die „Schleuder“ zog. Erst viele Jahre später wurde eine sogenannte „Wühlmaus“ angeschafft, die die schwere Feldarbeit etwas erleichterte.

Reinhold Neubauer aus Premenreuth lässt jedes Jahr drei Reihen auf dem Feld für die Steinwaldwichtel stehen. Darüber freuen sich Leiterin Karin Krenkel und ihr Team immer wieder aufs Neue. Nach interessanten Geschichten des Bauern machten sich die Kinder im Alter von einem bis sechs Jahre hochmotiviert ans Werk, um das „Gold der Erde“ zu ernten. Schnell waren die ersten Körbe gefüllt und „Bauer Reini“ musste noch ganze drei Mal mit seiner Kartoffelschleuder durchstarten. Nach getaner Arbeit spendierten "Bauer Reini" und seine Frau Elisabeth Bratwurstsemmeln, Getränke und frische Kartoffeln aus dem Lagerfeuer.

Einrichtungsleitung Karin Krenkel bedankte sich für die alljährliche Einladung. „Es ist jedes Jahr ein besonderes Highlight für die Kinder. Sie erfahren direkt vor Ort - hier auf dem Feld -, woher die Kartoffel kommt, wie anstrengend die Ernte ist, welch wundervolle Pflanze die Kartoffel ist und noch vieles mehr." Förderung nach dem Motto "Erzähle es mir, und ich vergesse - Zeige es mir, und ich erinnere mich - Lass es mich tun, und ich merke es mir" werde hier erfahrbar.

Die geernteten Knollen lieferte der Bauer frei Haus mit dem Traktor in die Einrichtung. Dort verarbeiteten die Buben und Mädchen diese zu Püree, Bratkartoffeln, Dotsch und weiteren Gerichten.

 

 

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