03.02.2019 - 16:28 Uhr
PressathOberpfalz

Aktives Jahr des OGV Pressath endet mit Vortrag

Der Obst- und Gartenbauverein blickt zurück und lernt Wissenswertes über affektive Mikroorganismen.

Das Bild zeigt die Vorsitzende des Pressather Obst-und Gartenbauvereins, Rita Brüderer mit der Referentin Christine Sturm.
von Autor ISProfil
Das Bild zeigt die Vorsitzende des Pressather Obst-und Gartenbauvereins, Rita Brüderer mit der Referentin Christine Sturm.

Das Nebenzimmer der Gastwirtschaft Heining war übervoll, als die Vorsitzende des Pressather Obst- und Gartenbauvereins, Rita Brüderer die Jahreshauptversammlung eröffnete. Sie blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück, das geprägt war zahlreichen Veranstaltungen die überwiegend sehr gut besucht waren.

So fand während des Georgimarktes eine Pflanzentauschbörse statt. Dabei wurden laut Brüderer nicht nur Pflanzen, sondern auch Fachwissen ausgetauscht. Am Bürgerfest der Stadt übernahmen Mitglieder des Vereins den Verkauf von Käse und Brezen. Ein "Renner" war auch wieder das Muttertagsbasteln bei dem die Nachwuchskräfte des Vereins unter der Anleitung von Gisela Dobmeier und verschiedener Helferinnen "Memoboards" aus Holz hergestellt haben. Im Oktober halfen Rita Merkl und Maria Schupfner bei der Restauration der Erntekrone für den Kirchenschmuck.

Im Jahresprogramm 2019 nannte Brüderer vor allem eine Vorführung des "Kontiki Kohleofen" in Dießfurt. Verbunden ist diese Veranstaltung mit einem Vortrag in dem es um Hochbeete geht. Geplant sind weiterhin Koch- und Bastelveranstaltungen, Besuche in verschiedenen Gärten wie im Kreislehrgarten in Floss.

Kassenverwalterin Gabi Koslowskli legte eine detaillierte Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben vor. Ihr Fazit: Der Verein steht auf gesunden finanziellen Beinen. Josef Höllerl, Vorsitzender des OGV Speinshart würdigte in einen Grußwort die Arbeit der Pressather Truppe. Er ging auf verschiedene Aktionen ein, die durch den Kreisverband in Vorbereitung seien. Einer der Höhepunkte, so Höllerl, ist die Proklamation einer neuen Holunderkönigin im Landkreis. Außerdem findet am 7. Juli eine Fahrt zur Landesgartenschau in Wassertrüdingen statt.

Im zweiten Teil des Abends ging es um "Effektive Mikroorganismen (EM)". Wie Referentin Christine Sturm erklärte, wurden diese von dem japanischen Agrarwissenschaftler Professor Teruo Higa entdeckt und finden seit 1982 international Verwendung. Als Mikrobenmischung von Milchsäure- und Photosynthesebakterien, Hefen und fermentaktiven Pilzen produzieren sie, wenn sie mit organischem Material zusammengebracht werden, eine Fülle von nützlichen Substanzen wie Vitamine, organische Säuren und Antioxidantien. Starke regenerative Kräfte, die durch die perfekte Symbiose der Mikroorganismen in EM erzeugt werden, entwickelten überraschende Wirkungen. "Gesundes Bodenleben wird so ermöglicht und damit optimale Wachstumsbedingungen", stellte die Referentin fest. Auf diese Weise könnten hohe Erträge im Gartenbau und in der Landwirtschaft erzielt werden.

EM sind ein Bodenhilfsstoff, der das biologische Gleichgewicht und einen gesunden Kreislauf herstelle. Pilze wie Mehltau und Krautfäule würden zurückgehen, wusste Christine Sturm aus eigener Erfahrung. Im Weiteren beschäftigte sie sich mit der Herstellung von "Bokashi". Darunter versteht man die Fermentation von Küchenabfällen oder auch Rasenschnitt unter Zuhilfenahme von Gesteinsmehl, EM und Pflanzenkohle. Als Mulch auf die Beete aufgebracht, entstehe im Laufe von Jahren eine ertragreiche, tiefgründige Humusschicht. Rita Brüderer bedankte sich bei der Referentin mit einem kleinen Geschenk.

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