20.09.2021 - 11:16 Uhr
PressathOberpfalz

„Aufrechtes und leises“ Plädoyer für Gedankenfreiheit

Aufmerksam betrachteten die zahlreichen Besucher der Vernissage die "leisen Bilder und starken Skulpturen" von Ruthild und Helmut Langhammer, die bis 3. Oktober in der "Vest'n" gezeigt werden.
von Bernhard PiegsaProfil

Sie hätte im Vorjahr das künstlerische Glanzlicht des Stadtrechtsjubiläums werden sollen – nun holen Stadt und Kulturkreis die Werkschau „zwei wahrnehmungen“ von Helmut und Ruthild Langhammer eben zur Feier von „175+1 Jahr Stadterhebung“ nach, wie es auf der Einladung zur Vernissage in der „Vest'n“ augenzwinkernd hieß. Nicht nur das weit über die Oberpfalz hinaus namhafte Pressather Künstlerehepaar, sondern auch die Kunst schlechthin wolle man würdigen, betonte Bürgermeister Bernhard Stangl in seiner Begrüßung: „Denn auch sie ist wichtig für unser Leben.“

In ihrer Laudatio charakterisierte Dr. Maria Baumann, Diözesankonservatorin und Leiterin der Kunstsammlungen des Bistums Regensburg, das Werk der Malerin Ruthild und des Bildhauers Helmut Langhammer als „perfektes Zusammen“ von „leisen Bildern und starken Skulpturen“, die „aufrecht und leise“ für die „Freiheit der Gedanken“ einträten, „die wir niemals einsperren sollten“. So widerspiegele „die Ausstellung zwei und dabei so viel mehr Blicke auf die Welt, mitten in Pressath, 1845 von König Ludwig I. zur Stadt erhoben, 1964 mit den Langhammer’schen Ateliers geadelt. Und König Ludwig, dem Förderer der Künste, hätte das bestimmt gefallen.“ die Feierstunde virtuos von Musikschulleiter Joachim Steppert und seiner Schülerin Emilia Nickl musikalisch umrahmte .

Die Ausstellung „zwei wahrnehmungen“ mit Werken der Pressather Künstler Helmut und Ruthild Langhammer kann bis 3. Oktober donnerstags bis sonntags von 15 bis 19 Uhr „auf der Vest’n“, Alte Schulgasse 31, besucht werden. Der Eintritt ist frei.

 

 

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