08.05.2020 - 11:34 Uhr
PressathOberpfalz

Coronakrise: Pressath will „zurück in die Zukunft“ gehen

Die notwendigen Schritte hin zu einer behutsamen Normalisierung des Lebens gehen: Was nach den Lockerungen „coronabedingter“ Verbote wieder möglich ist, darüber will die Pressather Stadtverwaltung ihre Bürgern nun informieren.

Über die nun freigegebene Wiedereröffnung der Spieloasen freuen sich Bürgermeister Bernhard Stangl (Mitte) und die Amtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft, Josef Stock (rechts) und Christian Moller. Mit einigen neuen "Spielregeln" müssen sich die kleinen und großen Pressather allerdings noch arrangieren.
von Bernhard PiegsaProfil

Bei einem Ortstermin im Dostlerhaus erläuterten Bürgermeister Bernhard Stangl und die Amtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft, Christian Moller und Josef Stock, welche Erleichterungen schon jetzt oder demnächst in Kraft treten. „Ein Zurück in die Vergangenheit vor ‚Corona‘ kann es nicht geben, denn das Virus und seine Folgen können wir nicht aus der Welt schaffen. Aber ein ‚Zurück in die Zukunft‘, eine Neuentfachung der bei vielen Einwohnern zeitweilig gehemmten Hoffnung und Tatkraft: Dazu wollen wir beitragen, wenn wir gemeinsam mit vielen Menschen und Institutionen unserer Stadt die Freiräume ausfüllen, die der Bevölkerung nun wieder gewährt werden“, geben Stangl und die Verwaltungsleiter den Kurs vor. Dabei gelte es manches Dilemma aufzulösen: „Einerseits ist der Besuch von Kinderspielplätzen wieder erlaubt, auf denen die Kinder ihre Freunde treffen können, andererseits haben wir aber nach wie vor Distanzgebote, Kontaktbeschränkungen und das Verbot von Menschenansammlungen.“

Wie kann diese scheinbare Quadratur des Kreises gelingen? „Wir haben uns viele Gedanken gemacht und ein paar Spielregeln aufgestellt, bei denen wir auch auf die Bereitschaft der Eltern und Kinder bauen, verantwortungsbewusst miteinander umzugehen“, halten Stangl und Moller fest. So müssten alle Besucher von Spiel- und Bolzplätzen, sofern sie nicht zum selben Hausstand gehören, weiterhin 1,50 Meter Mindestabstand voneinander einhalten, und Kinder dürften nur in Begleitung erwachsener Aufsichtspersonen diese Anlagen aufsuchen. Eine Maskenpflicht gebe es grundsätzlich nicht: „Aber Masken können ein Gefühl der Sicherheit vermitteln und vor allem die Kinder sanft und sorgsam an den durchaus gegebenen Ernst der Problematik erinnern – zumal gerade spielende Kinder schnell vergessen, den Mindestabstand zu wahren. Die freiwillige Entscheidung für Masken kann somit zum Symbol für ein verantwortungsbewusstes Miteinander werden“, empfehlen die Stadtverantwortlichen.

Vorsichtige Erleichterungen gebe es auch in der Musikschule, wo ab 11. Mai wieder Einzelunterricht erlaubt sei: „Die Schulverantwortlichen arbeiten noch an einem Hygienekonzept.“ Ab 18. Mai dürften auch Gastronomiebetriebe mit Außenbewirtschaftung wieder besucht werden: „Mit den betreffenden Betrieben – dies sind die Kahrmühle, ‚Delphi‘, ‚Pascale‘ und die Eisdielen ‚Pezini‘ und ‚Cioccolato‘ – steht die Verwaltung in Kontakt. Ein gemeinsames Hygienekonzept wird auch hier vorbereitet.“ Ab der letzten Maiwoche stünden auch die Gaststuben unter gewissen Bedingungen wieder für Besucher offen.

So bald und so weit wie möglich solle sich auch die Tür der Stadt- und Pfarrbücherei wieder ihrem treuen Lesepublikum öffnen: „Nach dem Abschluss der Arbeit am Hygienekonzept wollen wir möglichst noch in der kommenden Woche dafür sorgen, dass die Bibliothek wieder schrittweise ihren Betrieb aufnehmen kann“, kündigen Bürgermeister Stangl und die Verwaltungsleiter an: „Über Einzelheiten werden wir auf der Internetseite www.pressath.de informieren.“

Info:

Rathaus: Besuchstermine können vereinbart werden

Für den neuen Pressather Bürgermeister Bernhard Stangl waren die Lockerungen der „Corona“-Restriktionen ein willkommenes vorgezogenes Geschenk zu seinem Geburtstag am 8. Mai: „Den Kindern ein Stück Normalität zurückzugeben und den Eltern eine kleine Verschnaufpause zu gönnen - mit der Öffnung der Spielplätze sollte dies wieder möglich sein.“ Alles in allem arbeite die ganze Verwaltung nach Kräften daran, das Leben der Bürger in möglichst normale Bahnen zurückzulenken. Dass sie dies einstweilen noch hinter weitgehend verschlossenen Rathaustüren tun müsse, sei zu bedauern, aber aufgrund weiterhin geltender Schutzvorschriften unumgänglich: „Zurzeit dürfen wir den regulären freien Publikumsverkehr noch nicht wieder erlauben“, bittet Amtsleiter Christian Moller um Verständnis. Alle Mitarbeiter stünden aber für Anfragen per Telefon oder E-Mail zur Verfügung, und nötigenfalls könnten auch Besuchstermine telefonisch vereinbart werden. Kontaktinformationen sind im Internet unter www.pressath.de/vg-inhalt/ansprechpartner zu finden.

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