28.05.2018 - 14:28 Uhr
PressathOberpfalz

Drama in Asylunterkunft

Weil er nicht nach Kirchenthumbach umziehen will, greift ein Asylbewerber aus Aserbaidschan in Pressath zum Messer und droht, sich selbst zu töten. Am Ende müssen seine Schwiegermutter und er selbst in zwei verschiedene Krankenhäuser.

Mehrere Polizeiautos sicherten die Unterkunft in der Weidener Straße in Pressath.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

(wüw) Ein 45-jähriger Asylbewerber aus Aserbaidschan hat am Montagmorgen für einen Polizei-Großeinsatz in der Weidener Straße in Pressath gesorgt. Dies berichtete die Polizeiinspektion Eschenbach. Der Mann habe gedroht, sich das Leben zu nehmen. Während sich der Mann in der Ausnahmesituation befand, waren seine Frau, die Schwiegermutter und vier Kinder des Paares in der Wohnung. Die Schwiegermutter erlitt einen Schwächeanfall, sonst blieben alle Bewohner unverletzt.

(wüw) Ein 45-jähriger Asylbewerber aus Aserbaidschan hat am Montagmorgen für einen Polizei-Großeinsatz in der Weidener Straße in Pressath gesorgt. Dies berichtete die Polizeiinspektion Eschenbach. Der Mann habe gedroht, sich das Leben zu nehmen. Während sich der Mann in der Ausnahmesituation befand, waren seine Frau, die Schwiegermutter und vier Kinder des Paares in der Wohnung. Die Schwiegermutter erlitt einen Schwächeanfall, sonst blieben alle Bewohner unverletzt.

Der Auslöser für den Vorfall schien unbedeutend: Weil in der Wohnung Sanierungsarbeiten anstehen, sollte die Familie vorübergehend nach Kirchenthumbach umziehen. Dass er damit nicht einverstanden ist, hatte der Mann schon im Vorfeld angedeutet. Deshalb habe das Landratsamt die Polizei in um Unterstützung gebeten, erklärte Inspektionsleiter Werner Stopfer. Tatsächlich reagierte der Mann extrem: "Er lief zurück in die Wohnung, holte ein Messer und richtete es gegen sich."

Ein größeres Aufgebot begab sich daraufhin zum Einsatzort. Werner Stopfer übernahm die Verhandlung. Der Mann habe keine Anstalten gemacht, Gewalt gegen Polizisten oder seine Familie anzuwenden. "Frau und Kinder konnten die Wohnung verlassen", erklärte Stopfer. Die Schwiegermutter bliebe wegen ihres angegriffenen Gesundheitszustands zurück. Nach etwa einer Stunde Verhandlung, habe der Mann aufgegeben und sich widerstandslos festnehmen lassen. Die Frau kam ins Klinikum nach Weiden, der Mann in stationäre psychiatrische Behandlung.

Der 45-Jährige wird schon länger psychologisch betreut unter anderem drohte er bereits für den Fall seiner Abschiebung mit Suizid. Die Familie lebt seit Jahren in Deutschland, der Mann spricht gut deutsch. Nach Kirchenthumbach wollte die Familie unter anderem wegen des fehlenden Bahnanschluss nach Weiden nicht. Bis auf weiteres wird nun auch die Sanierung zurückgestellt, Frau und Kinder konnten in Pressath bleiben.

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