22.03.2020 - 09:12 Uhr
PressathOberpfalz

Gewerbegebiet West geht voran

Behörden äußerten sich zum Gewerbegebiet West. Der Kiesi Beach soll neue Bänke bekommen und die Satzungen der Jahrmärkte wurden angepasst. Doch das Coronavirus legt seine Schatten über geplante Veranstaltungen in Pressath.

Das Gewerbegebiet Pressath-West beschäftigt die Stadtratsmitglieder in ihrer Sitzung. Zehn Behörden haben sich zur Erweiterung des Areals geäußert.
von Stefan NeidlProfil

Die zweite Änderung des Bebauungsplans Gewerbegebiet Pressath-West wurde im Stadtrat besprochen. 37 Fachstellen waren aufgefordert, sich zu dem Vorhaben zu äußern. Zwölf reagieren nicht, 15 hatten keine Einwendungen und zehn gaben eine Stellungnahme ab.

Viele wollen eine Ausgewogenheit zwischen dem Einkaufsgebiet und dem Stadtkern sicherstellen. Auch sollen die Versorgungsbereiche der Nachbargemeinden berücksichtigt und Überschneidungen vermieden werden. Des Weiteren sollen Obergrenzen für Verkaufsflächen festgesetzt werden.

Das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr will eine maximale Bauhöhe von 30 Metern und einen Ausschluss von Ansprüchen wegen Emissionen des Truppenübungsplatzes. Die Handwerkskammer will einen Erhalt der Bedingungen für bestehende Betriebe.

Das planende Büro Geoplan in Bayreuth nimmt die Wünsche auf und so stimmte der Stadtrat dem weiteren Vorhaben einstimmig zu.

Die Kleinprojektförderung des Integrieren Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) sieht eine 80-prozentige Kleinprojektförderung bis zu 10.000 Euro vor. Damit könnten die die Bänke und die Umkleidekabine am Kiesi Beach erneuert werden. Eine Firma soll diese entwerfen und im Bauausschuss vorstellen. Die Kosten werden voraussichtlich bei 13 000 Euro liegen.

Um die Jahrmärkte in Pressath zu beleben sollen die Standgebühren aufgehoben werden. Dazu ergriff Gewerberingvorsitzender Martin Pepiuk das Wort und stellte klar, dass Marktkaufleute wegbleiben würden, wenn die Gebühr weiter verlangt wird. Andere Städte würden bereits darauf verzichten und konnten ihre Märkte so aufwerten. Außerdem würde es dabei gerade einmal um eine Gesamtsumme von 700 bis 800 Euro gehen. Nach kurzer Diskussion wurde bei vier Gegenstimmen die Aufhebung beschlossen.

Dem Gewerbering soll einen Zuschuss für die Durchführung der beiden Marktsonntag von je 2500 Euro im Jahr 2019 erhalten.

Die Jahrmärkte sollen in Zukunft auf das neue Gewerbegebiet ausgedehnt werden. Aufgrund der Coronakrise ist der Georgi-Markt am 18. April abgesagt. Für das Festwochenende vom 22. bis 24. Mai anlässlich der 175-Jahr-Feier der Stadterhebung ist der Stadtrat sehr pessimistisch.

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