22.06.2022 - 16:15 Uhr
PressathOberpfalz

Hessenreuther Wald: Viele Details zum Windpark

Es gibt ziemlich konkrete Planungen für den Windpark Silberschlag im Hessenreuther Wald: Die Initiatoren und Verantwortlichen der NES (Natural Energy Solutions) stellen diese nun auch in Pressath vor.

So könnte das Panorama aussehen am Ortsausgang von Pressath in Richtung Riggau.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Den Auftakt der Informationsveranstaltungen hatte es genau eine Woche zuvor in der Stadthalle Erbendorf gegeben. Am Montagabend war zur Informationsveranstaltung ins Pfarrheim Pressath eingeladen worden. Rund 50 Zuhörer waren gekommen, um den Hauptausführungen der NES-Geschäftsführerin Birgit Grünbauer zu lauschen. Errichtet werden sollen demnach insgesamt acht Windenergieanlagen. Diese sind mit insgesamt drei unterschiedlichen Gesamthöhen vorgesehen – 200 Meter, 203 Meter und 233 Meter – und sollen über eine Leistung von jeweils 6,0 und 6,2 MW verfügen.

Wunsch: bis 2025 in Betrieb

Grünbauer erläuterte, dass der Energieertrag eines Standortes zwischen 15.000 MWh und 19.000 MWh liegen werde. Ein Windrad könne die Energie erzeugen, die 4200 Drei-Personen-Haushalte jährlich benötigen. Insgesamt kann mit dem Windpark Silberschlag ein jährlicher Energieertrag von 135.000 MWh erzielt werden. Der Flächenbedarf, der von den acht Windenergieanlagen dauerhaft benötigt werde, liegt bei 1,9 Hektar. Ausführlich ging Grünbauer auf die aktuell gültigen gesetzlichen Planungsvorgaben ein, die den Rahmen für das Projekt liefern. Hier wurden auch Themen wie die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP), Schattenwurf, Schall-Immission, „Blinklichter“ an den Windrädern und das technische Überwachungs- und Abschaltsystem angesprochen. Wunsch sei es, dass – sofern der Genehmigungsantrag positiv beschieden wird – die Windenergieanlagen bis 2025 in Betrieb zu nehmen. Nicht vorenthalten wurden den Zuhörern verschiedene Visualisierung, wie sich die Situation aus verschiedenen Standorten in und rund um Pressath darstelle.

Wenig Gegenwind

In der Diskussion wurde deutlich, dass Hardcore-Windenergiegegner nicht gekommen waren beziehungsweise sich nicht zu Wort meldeten. Stattdessen rückten Aspekte in den Mittelpunkt, wie man sich an den Anlagen beteiligen könnte, wie die NEWeG und die Bürgerenergiegenossenschaft beteiligt sein werden und welche Rendite möglich sei. Bemängelt wurde von einem Zuhörer, dass man die Ergebnisse der durchgeführten Windmessungen nirgends nachlesen könne. NES-Co-Geschäftsführer Albert Mikol stellte hier aber klar, dass die TüV-bestätigten Ergebnisse in den Bayerischen Windatlas eingepflegt wurden und natürlich für jeden zugänglich seien.

Pressaths Bürgermeister Bernhard Stangl sprach auch als Vorstand der NEWeG davon, dass mit dem geplanten Projekt die Bevölkerung mitgenommen werde und sich auch beteiligen könne. In den kommenden Tagen finden noch weitere Informationsveranstaltungen statt, unter anderem am Dienstag, 28. Juni, um 19.30 Uhr im Foyer der Mehrzweckhalle.

Sieben Infoveranstaltungen zum Windpark Silberschlag

Erbendorf
 
 

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