Bei der Eisgala in Ingolstadt performte Markus Engelstädter mit der Queen-Band, bestehend aus Gerwin Eisenhauer (Schlagzeug), Bernd Meyer (Piano), Thomas Wildenauer (Bass) und Sherry Trautner (Gitarre), während Eiskunstläufer sich über das Eis bewegten. Am Sonntag war der Auftritt auf den TV-Bildschirmen in der ARD zu sehen – 2,06 Millionen Menschen schalteten ein. Auch für den erfahrenen Sänger kein alltäglicher Auftritt.
ONETZ: Herr Engelstädter, das war nicht Ihre erste Eisgala. Wie hat das eigentlich angefangen?
Markus Engelstädter: Das müsste 2012 gewesen sein. Ich war als Special Guest bei der Eisgala in Regensburg, und Daniel Weiss, der Produktionleiter der Show ist, hat mich einfach vom Platz weg engagiert. Er fragte mich, was ich morgen mache. Wir sind dann am nächsten Tag nach Bozen gefahren, weil dort die nächste Show war. Ich bin jetzt das dritte Mal bei der Tour dabei. Dieses Jahr waren es Ingolstadt, Chemnitz, Regensburg und Oberstdorf.
ONETZ: Was ist das Besondere beim Auftritt auf einer Eisgala?
Markus Engelstädter: Es ist sehr emotional. Ästhetik spielt beim Eiskunstlauf eine große Rolle und da passt Musik wahnsinnig gut dazu. Die Musik von Queen zum Beispiel passt sehr gut, weil sie viele verschiedene Facetten hat. Für mich ist es wahnsinnig interessant, wenn die Musik mit den Bewegungen der Läufer verschmilzt. Musiker und Läufer werden eins. Das merkt man, denn sie legen sich total in die Musik rein, und wir gehen auf sie ein. Es ist ein Geben und Nehmen. Man bekommt viel Feedback, denn wenn ich härter singe, bewegt sich der Läufer ein bisschen anders.
ONETZ: In Ingolstadt liefen auch die TV-Kameras. Steigt dadurch bei Ihnen die Nervosität?
Markus Engelstädter: Nervosität ist nicht das richtige Wort, aber es ist absolut etwas Besonderes. Die Kameras stehen 20 Zentimeter vor deinem Gesicht. Das ist schon anders als bei einem normalen Konzert. Ingolstadt war die erste Show der Tour. Mir wäre es zwar lieber, wenn die letzte Show aufgezeichnet wird, aber das kann man sich nicht aussuchen.
ONETZ: Haben Sie sich Ihren Auftritt im Fernsehen angesehen? Wie ist es, sich dort zu sehen? Sind Sie zufrieden?
Markus Engelstädter: Ich bin nie zufrieden, das ist mein Manko. Ich bin immer selbstkritisch. Ich habe die Sendung während des Soundchecks in Regensburg nur kurz gesehen. Ich werde es mir, wenn die Tour vorbei ist, noch einmal in Ruhe anschauen. Wenn Millionen Menschen das sehen, ist es klar, dass jeder Musiker oder Künstler etwas selbstkritisch ist. Aber die Zuschauer in der Halle, die Läufer und auch Produktionsleiter Daniel Weiss waren glücklich, von daher war es schon ein Erfolg.
ONETZ: Was sind die nächsten Projekte? Sehen wir sie bald wieder im Fernsehen?
Markus Engelstädter: Am 7. Januar beginnen in Regensburg die Proben für ein neues Musical. Wir hatten ja schon 2015 den „Sommernachtsalbtraum“, und davon wird es nun einen zweiten Teil geben. Die altbekannte Band um Gerwin Eisenhauer , Bernd Meyer und auch Steffi Denk und ich werden dabei musikalisch eingreifen. Aber auch sonst sieht es 2020 schon nach einem vollen Kalender aus. Es wird auch ein paar Konzerte mit neuen Inhalten in der Heimat geben. Auch Weiden steht auf dem Programm.














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