02.03.2020 - 11:02 Uhr
PressathOberpfalz

Männergesangverein blickt optimistisch in die Zukunft

„Tot Gesagte leben länger“, so könnte man den Männergesangverein (MGV) Pressath am besten beschreiben. Dennoch besteht Hoffnung, wie sich in der Jahreshauptversammlungzeigte.

Treue Mitglieder des Pressather Männergesangvereins nehmen in der Jahreshauptversammlung Urkunden entgegen. Im Bild sind (von links) dritter Bürgermeister Wolfgang Graser, Uli Girisch, Vorsitzender Hermann Grünberger, Rolf Kühnelt und Chorleiter Heribert Ficker
von Autor ISProfil

Die Anzahl der Aktiven des Männergesangvereins ist zwar in den letzten Jahren rapide zurückgegangen. Diejenigen aber, die treu zur Stange halten, sind guter Hoffnung, dass sich die Lage einmal wieder zum Positiven wendet. Wenn man die Jahreshauptversammlung im Proberaum des Schwesternheims als Maßstab heranzieht, ist durchaus Optimismus angesagt. 15 von 37 Mitgliedern waren gekommen, als Vorsitzender Hermann Grünberger die Versammlung eröffnete. Sein besonderer Gruß galt Pressaths drittem Bürgermeister Wolfgang Graser.

Nach einer Gedenkminute für den im vergangenen Jahr verstorbenen ehemaligen aktiven Sänger Josef Hutzler ging Grünberger auf die Aktivitäten des Chores im Jahr 2019 ein. Höhepunkte dabei waren die Auftritte beim Jubiläumskonzert des Patenvereins Friedenfels im Oktober und die Mitwirkung am Gottesdienst anlässlich des Cäcilienfestes im November in der Pressather Kirche. Vor allem das Friedenfelser Konzert konnte – trotz der „wenigen Hansl“, die dabei waren – als hervorragend bezeichnet werden.

Die Mitgliederzahl bezifferte er auf 37 Personen, wovon 9 aktiv als Sänger sind. Mit dem Hinweis, dass zwei Mitglieder anlässlich ihres runden Geburtstages besucht wurden, beendete er seine Ausführungen.

Chorleiter Heribert Ficker freute sich über den durchaus guten Probebesuch. „Auch wenn manchmal nur wenige da waren, wir waren aber immer voll bei der Sache“, betonte er. Der Übungsfleiß habe sich beim Konzert in Friedenfels bemerkbar gemacht. „Wir haben von höchster Stelle großes Lob bekommen“, sagte er erfreut. „Die Hoffnung auf mehr aktive Sänger habe ich noch nicht aufgegeben“, meinte er und wies darauf hin, dass der MGV auf einem guten Weg sei. Kassenverwalter Josef Reindl bedauerte in seinem Rechenschaftsbericht, dass erstmals seit langer Zeit wieder rote Zahlen geschrieben werden mussten. „Dennoch steht der Verein finanziell gut da“, betonte er. Die Kassenprüfer Anton Münsterer und Kurt Wenkmann bestätigten diese Aussage.

Dritter Bürgermeister Wolfgang Graser bezeichnete den MGV als „kleine intakte Gruppe“, der man ansieht, dass sie mit Freude und Spaß bei der Sache ist. Mit dem Hinweis auf das heurige Festjahr zum Stadtjubiläum bat er um rege Teilnahme an den Feierlichkeiten und eventuell auch um Mithilfe bei den anstehenden Arbeiten. Zum Abschluss der Versammlung nahmen Vorsitzender Grünberger und Chorleiter Ficker noch Ehrungen vor. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde Rolf Kühnelt mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Für 40 Jahre erhielt Uli Girisch die Auszeichnung. Die Urkunden an Eugen Schmidt, Alfred Pravida und Reinhard Wutzer (alle 40 Jahre Mitglied) werden nachgereicht. Rolf Kühnelt bedankte sich namens der Geehrten für die Auszeichnung. „Der MGV ist ein Stück Kulturgut, auf das alle stolz sein können“, unterstrich er.

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