Bürgermeister Werner Walberer (SPD) verabschiedete in seiner Laudatio nicht nur einen Stadtratskollegen, sondern auch einen Freund. Denn durch die enge Zusammenarbeit habe sich eine über das Politische hinausgehende Beziehung entwickelt. Das Stadtoberhaupt bedankte sich für das unermüdliche Wirken und das langjährige bürgerschaftliche Engagement. In den Ausschüssen für Finanzen, Grundstücke und Bau habe er seine praktische Erfahrung als Kollege des Bauhofes einfließen lassen.
Walberer bedachte, dass eine Aufzählung aller Einzelleistungen Höfers den Rahmen einer einzigen Stadtratssitzung sprengen würde. Denn mit viel Kraft, Energie und Zeit habe er seine Stadtratstätigkeit verantwortungsvoll und mit viel Überzeugung ausgeübt. Im Ergebnis habe sich durch Höfers zutun die Lebensqualität in Pressath verbessert, was ihm die Wähler stets mit guten Wahlergebnissen entlohnt haben. Selbstverständlich seien Bürgermeister Walberer und Stadtrat Höfer nicht immer einer Meinung gewesen - aber das gehöre zur Demokratie und fördere den Entscheidungsprozess. Das faire Argumentieren und der Respekt für andere Positionen - eine der großen Stärken Höfers, laut Walberer. Er habe seiner Partei über viele Jahre ein Gesicht gegeben. Nun gehe diese Ära zu Ende, und der Bürgermeister weiß, dass es seinem Freund schwer falle, die Tätigkeit aufzugeben. Wie es immer so ist, wenn etwas Spaß macht und mit Herz und Seele ausgeübt wird. Zum Abschluss der Ansprache wünschte Walberer Höfer nun viel Zeit für die Familie und ein herzliches "Vergelt's Gott". Im Stadtrat war es während der Rede totenstill - auch als Zeichen des Respekts für den ausscheidenden Kollegen. Höfer war von Freunden und Familie im Zuschauerraum begleitet worden. Für Ehefrau Conny gab es einen Blumenstrauß von der Stadt. Als Dankeschön, dass sie ihrem Mann stets unterstützt hat und ihm den Freiraum für die Stadtratsarbeit gelassen hat. Für Höfer gab es eine Pressather Tasse mitsamt einer Dankesurkunde zum Abschied.
Höfer war sichtlich gerührt und bedankte sich für die jahrelange gute Zusammenarbeit im Stadtrat und mit den Behörden der Stadt Pressath. Das Gestalten im Gremium bezeichnete er als freundschaftlich, was ihm Kraft gab. "Man gehört zu den Leuten und so kann man mit ihnen reden." Wenns gesundheitlich gehe, will er hin und wieder in den Sitzungen vorbeischauen, allerdings nur als Zuhörer. Einen praktischen Tipp gab er auch noch: Mit Architekten solle man sich ruhig mal anlegen. Dann hören sie einem auch zu.
Höfers Nachfolger wird nun Josef Fütterer. Der Landwirt wird ihn auch im Finanzausschuss ersetzen, während Charlotte Hautmann in den Bauausschuss nachrückt. Fütterer freut sich, im Stadtrat mitarbeiten zu dürfen, und hofft auf eine gute Zusammenarbeit. Sein Dank geht dabei an seinen Vorgänger, in dessen große Fußstapfen er nun treten darf.













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