11.06.2021 - 11:35 Uhr
PressathOberpfalz

Sorge um Pressather Storchenhorst

Froh sind Anneliese Schleicher und Eckhard Bodner über den neuen Strochennachwuchs in Pressath. Doch eines bereitet den Betreuern große Sorgen.

Unter den Ästen zerfällt das Pressather Storchennest auf der Kirche schon langsam. Im Herbst soll deshalb Abhilfe geschaffen werden.
von Autor BODProfil

Trotz der nasskalten Witterung im April und Mai dieses Jahres beherbergt das Storchennest auf dem Kirchendach von St. Georg in Pressath drei putzmuntere Jungstörche. Die Erleichterung über den gesunden Storchennachwuchs war bei den Betreuern Anneliese Schleicher und Eckhard Bodner bei der ersten Kontrollvisite groß. Inzwischen recken die Nestlinge, besonders wenn die Elterntiere mit Futter im Anflug sind, die Köpfchen schon deutlich sichtbar über den Rand des Horstes. Doch dieser macht den Betreuen nun gewaltig Sorgen.

Denn der Weidenkorb ist inzwischen in die Jahre gekommen und löst sich in Teilen schon auf. Hier muss wohl im Herbst in enger Abstimmung mit der Pressather Ortsgruppe des Landesbund für Vogelschutz und mit Unterstützung von Feuerwehr und Stadtverwaltung Abhilfe geschaffen werden, meinen Bodner und Schleicher. Die zu erwartende Brut im Jahr 2022 dürfe auf keinen Fall durch einen instabilen Horst gefährdet werden.

In diesem Jahr sollte der Horst aber noch halten und die Jungtiere in Sicherheit aufgezogen werden können. Die Altstörche, bei dem das Männchen der Altbekannte aus Tschechien ist, kümmern sich gut um die Jungtiere. Das Männchen wurde am 4. Juni 2011 in  Dobrany im Bezirk Pilsen mit der Nummer „Praha YA.636“ beringt und scheint sich in Pressath wohl zu fühlen. Ob das unberingte Weibchen ebenfalls schon über einen längeren Zeitraum in Pressath heimisch ist, lässt sich nicht feststellen. Im Gegensatz zur allgemeinen Meinung sind Störche nicht ihrem Partner sondern dem Horst treu. Daraus ergeben sich aber häufig langjährige „treue“ Paarverbindungen.

Angriff auf Eschenbacher Fischadler-Horst

Eschenbach
Hintergrund:

Der Storch

  • lange Beine, langer Hals, staksende Fortbewegungsart
  • klappern mit den Schnäbeln
  • Fleischfresser, am liebsten Fische, Frösche, Nagetiere und Insekten (Quelle Wikipedia)

 

 

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