02.10.2019 - 11:28 Uhr
PressathOberpfalz

Stabwechsel nach 33 Jahren

Der Kulturkreis Pressath hat ein neues Leitungsteam gewählt. Doch nicht jeder Posten konnte sofort besetzt werden.

Umfangreich fällt Eckhard Bodners letzter Rechenschaftsbericht als Kulturkreis-Vorsitzender aus. Doch auch künftig bleibt er dem Verein treu - und zwar als Schriftführer.
von Bernhard PiegsaProfil

„Beim Kulturkreis geht es weiter.“ Erleichterung klang aus den Worten des scheidenden ersten Vorsitzenden Eckhard Bodner bei der Generalversammlung des Kulturkreises Pressath im Gasthof Heining. Erleichterung darüber, dass die Kandidatenkür für das neue Leitungsteam trotz mancher Ladehemmungen letztlich doch erfolgreich und der Fortbestand des rund 600 Mitglieder starken Vereins damit gesichert war.

Zwar stand mit dem Gründungsmitglied und bisherigen zweiten Vorsitzenden Richard Waldmann bereits ein Nachfolger für Eckhard Bodner fest, der sich seinerseits bereitgefunden hatte, als Schriftführer Christl Bodner zu „beerben“. Gudrun Raab stellte sich für die Mitgliederverwaltung zur Verfügung, und auch an Bewerbern um die Posten der Beisitzer und Kassenprüfer fehlte es nicht. Doch wer würde Waldmann als „Vize“ zur Seite stehen oder die Verantwortung für die Vereinsfinanzen übernehmen?

Antworten auf diese Frage fanden sich erst, nachdem Bürgermeister Werner Walberer als Wahlleiter eine viertelstündige Pause für „zielführende Gespräche“ ausgerufen hatte. Danach waren zur Erleichterung der rund drei Dutzend Versammlungsbesucher die weißen Flecken in der Kandidatenliste gefüllt: Ursula Brückner vervollständigt das Vorsitzenden-Duo, ums große und kleine Geld kümmert sich in den kommenden drei Jahren Schatzmeisterin Tanja Seifert als Nachfolgerin von Martina Deubzer.

Hierüber freute sich nicht zuletzt Werner Walberer, der in seinem Grußwort die „unschätzbare Bedeutung“ des 33 Jahre lang von Eckhard Bodner geleiteten und geprägten Vereins für das Kulturleben in Stadt und Region gewürdigt hatte: „Hier laufen viele Fäden zusammen.“ Dass dies keine bloßen Floskeln waren, belegte Bodners umfangreicher Rechenschaftsbericht: Mit insgesamt 27 Veranstaltungen sei der Vereinskalender für 2018 und 2019 gut gefüllt gewesen.

Als Höhepunkte erwähnte Bodner die Faschingskonzerte vor „vollem Haus“ im Pfarrsaal, die Lesungen mit Horst Eckert, Bernhard Setzwein, Ewald Arenz und Jonathan Kalmanovich und das Konzertprogramm, dessen Bandbreite von Klassik und lateinamerikanischer Sakralmusik über Musikkabarett bis zu Jazz und Swing gereicht habe. Jeweils mehr als 40 Teilnehmer hätten sich für die Fahrten nach Salzburg und Bregenz zu den Aufführungen von „Jedermann“ und „Rigoletto“ angemeldet.

Traditionell gut klappe die Kooperation mit der Chorgemeinschaft Sankt Georg, der Volkshochschule, den Heimatvereinen in Pressath und Eschenbach und insbesondere mit der Musikschule, mit der man noch intensiver zusammenarbeiten wolle. Der von Kerstin Fuchs und Marianne Weiß geleitete Kinderkulturkreis habe sich zu einer erfolgreich arbeitenden eigenständigen Abteilung gemausert, die vor allem alljährlich mit beliebten Ferienprogrammangeboten aufwarte, und das Pressather Fähnlein seinen Ruf als „Aushängeschild der Stadt“ gefestigt. Als Hauptmann des Fähnleins fasste Reinhard Seidler dessen ansehnliches Pensum zusammen.

So habe man heuer unter anderem am Sommerfest des SOS-Kinderdorfs Immenreuth, am Waldmünchener historischen Festzug, am „Amberger Welttheater“ sowie an Feldlagern in Neunburg und im brandenburgischen Ziesar teilgenommen und für das städtische Ferienprogramm einen Nachmittag voller „historischer Spiele“ vorbereitet. Das kommende Jahr biete einen zweifachen Grund zum Feiern, wenn nicht nur Pressath 175 Jahre Stadtrecht, sondern auch das Fähnlein seinen 25. Gründungstag festlich begehen werde.

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