Pressath
18.01.2019 - 12:59 Uhr

Stadt Pressath will Siedlungsstraßen sanieren

Das bayerische Förderprogramm für kommunale Straßenausbaumaßnahmen sprach Ratsmitglied Andreas Reindl an: Je 150 Millionen Euro pro Jahr stelle der Freistaat als Ausgleich für entfallende Straßenausbaubeiträge zur Verfügung.

Sie ist die längste der Pressather Siedlungsstraßen: Für die überfällige Sanierung der Schinnerstraße hofft die Stadt auf einen Landeszuschuss. Bild: bjp Bild: bjp
Sie ist die längste der Pressather Siedlungsstraßen: Für die überfällige Sanierung der Schinnerstraße hofft die Stadt auf einen Landeszuschuss. Bild: bjp

Reindls Frage, ob die Stadt eigene Ausbauvorhaben aus diesem „Topf“ fördern lassen wolle, bejahte Bürgermeister Walberer in der Stadtratssitung: Ins Auge gefasst seien die Baumgarten-, Reinwald- und Schinnerstraße. Ferner interessierte sich CSU-Ortsvorsitzender Reindl für den Stand der Grundstücksverkäufe im Baugebiet Wiedenhofstraße-Ost. Kämmerer Christian Marzi entgegnete, dass die Hälfte der Parzellen vergeben sei, darüber hinaus gebe es Vormerkungen. Diese rege Nachfrage lasse keinen Spielraum mehr für einen derzeit möglichen steuerlich geförderten Mietwohnungsbau, vermerkte Reindl. Deshalb sei die Ausweisung eines weiteren Baugebiets wünschenswert, das primär für die Errichtung günstigen Mietwohnraums vorgesehen werden sollte: „Immerhin stehen wir in einem Wettbewerb mit anderen Kommunen um den Zuzug junger Familien.“ Entsprechende Verhandlungen seien im Gange, versicherte Werner Walberer. Einzelheiten könne er jedoch noch nicht nennen.

Mit Blick auf ein seit Juni 2018 laufendes Programm der Staatsregierung zur Förderung von Glasfaseranschlüssen und WLAN für öffentliche Schulen fragte Andreas Reindl, ob die Pressather Grund- und Mittelschule bereits über einen Glasfaseranschluss verfüge. Kämmerer Christian Marzi informierte, dass seit Sommer 2018 das Angebotseinholungsverfahren laufe. Nach dessen Abschluss könne der Schulverband einen Förderantrag stellen. Auch ohne die Glasfaserleitung stehe der Schule aber dank einer im Dezember vollzogenen Netzoptimierung schon jetzt eine Datengeschwindigkeit von 250 Megabit zur Verfügung.

Über Schmierereien an einem Wappenstein und Hinweisschildern beklagte sich Cornelia Träger (CSU). Der Bürgermeister sagte zu, diese beseitigen zu lassen. Gute Nachrichten hatte Werner Walberer für die Radwanderer: Im November hatte sich der Stadtrat einmütig hinter einen Antrag von Andreas Reindl gestellt, die Stadtverwaltung möge sich beim Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach für einen Radweg-Lückenschluss längs der Bundesstraße 299 zwischen der südlichen Zufahrt nach Hessenreuth und der Einmündung des „Zessauer Sträßchens“ verwenden.

Etwa 1,1 Kilometer „Bikerstraße“ sind dort noch zu bauen. Das Bauamt habe diese Anregung wohlwollend aufgenommen, vermeldete der Rathauschef. Er verlas einen Brief von Baudirektor Gerhard Kederer, worin es hieß, die Behörde wolle „den geforderten Wegabschnitt in unser Planungsprogramm aufnehmen und uns bemühen, diese Lücke zu schließen“. Auf diese Weise würde Pressath mittelfristig an das Radwegenetz der Steinwald-Allianz rund um Erbendorf angeschlossen und eine durchgängige Verbindung zwischen dem Radweg Kirchenthumbach-Weiden und dem Steinwald geschaffen. Voraussetzung sei, „dass es uns gelingt, sämtliche benötigten Grundstücke auf freiwilliger Basis zu erwerben“. Das Bauamt hoffe auf die Unterstützung der Stadt bei diesen Verhandlungen und beim späteren Unterhalt des Radwegs.

 
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