Pressath
14.02.2026 - 13:08 Uhr

Stadtrat Pressath genehmigt Feuerwehranträge und bestätigt Wahl neuer Kommandanten

Neben der anstehenden Prüfung des KisiBeach als Badeort stehen vor allem Anträge der Feuerwehr auf der Tagesordnung des Stadtrats. Unter anderem geht es um die neuen Kommandanten und ein ausstehendes Gutachten zum beschädigten Gerätehaus.

Das sind die neu gewählten und vom Stadtrat bestätigten Kommandanten der Pressather Wehr: 1. Kommandant Andreas Argauer und sein Stellvertreter Jonas Plößner (von links). Bild: jma
Das sind die neu gewählten und vom Stadtrat bestätigten Kommandanten der Pressather Wehr: 1. Kommandant Andreas Argauer und sein Stellvertreter Jonas Plößner (von links).

In der jüngsten Stadtratssitzung in Pressath im Februar standen neben dem Schwerpunkt „Sanierung Kapellenweg wegen mehrerer Wasserrohrbrüche“ weitere wichtige Themen auf der etwas längeren Tagesordnung. Breiten Raum nahm auch der Antrag der Freiwilligen Feuerwehr Hessenreuth auf Beschaffung eines Faltbehälters für Löschwasser ein. Kommandant Fabian Reindl stellte die Notwendigkeit vor allem für Einsätze in unwegsamem Gelände ohne feste Wasserentnahmestellen dar.

Der Pressather Ortsteil Hessenreuth liege mitten im Waldgebiet, weshalb ein mobiler Löschwasserbehälter eine sinnvolle Ergänzung darstelle, so Bürgermeister Stangl. Reindl widersprach der Annahme, in Erbendorf stehe bereits ein vergleichbares, voll einsatzfähiges Modell mit einer Menge von 5000 Litern Fassungsvermögen zur Verfügung. Dort gebe es lediglich einen 3000-Liter-Behälter ohne geeignete Anschlüsse.

Feuerwehr Hessenreuth bekommt Faltbehälter

Der neue Faltbehälter verfügt über ein zusammenlegbares Gerüst, ist so klein wie eine größere Reisetasche, ist deswegen in wenigen Minuten ohne Werkzeug einsatzbereit und kann sowohl als Löschwasserspeicher als auch als Sammelbehälter für Gefahrstoffe (Betriebsstoffe) genutzt werden. Gerade für ein nicht wasserführendes Fahrzeug, wie es die Freiwillige Feuerwehr Hessenreuth besitzt, sei dies von großem Vorteil. Die nächstgelegenen wasserführenden Fahrzeuge befinden sich in Pressath und Erbendorf. Der Stadtrat genehmigte diese Anschaffung im Anschluss an die Ausführungen.

Personelle Veränderungen gab es zudem bei der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Pressath zu vermelden. Nach der emotionalen Verabschiedung des bisherigen Kommandanten Andreas Kneidl, der 18 Jahre an der Spitze der Wehr stand, wurden Andreas Argauer und Jonas Plößner zu den neuen Kommandanten gewählt. Das Gremium bestätigte die Wahl einstimmig.

Gutachten zum Feuerwehrgerätehaus

Zudem gab Stangl bekannt, dass das Projekt „Radinfrastruktur am Spitalplatz“ im Rahmen der ILE für 2026 berücksichtigt wird. Die Maßnahme erhält eine Förderung von 50 Prozent. Zum Feuerwehrgerätehaus Pressath wurde nach dem weiteren Vorgehen wegen eines sich vergrößernden Spalts infolge fehlerhaften Leims gefragt. Ein Gutachten sei beauftragt, dessen Ergebnis müsse nun abgewartet werden. Dies solle aber zügig geschehen, da sich in diesem Gebäude nicht nur Fahrzeuge befinden, sondern auch Menschen sind. Abschließend wurde das Anbringen von Wahlwerbung an städtischem Eigentum kritisiert.

Pressaths Bürgermeister Bernhard Stangl informierte das Gremium außerdem über die anstehende Zertifizierung des KiesiBeach für die Badesaison 2026. „Es wird in jedem Jahr eine solche Zertifizierung durchgeführt, der hier zugrunde liegende Vertrag läuft jeweils fünf Jahre“, erläuterte der Bürgermeister. Der letzte Prüfbericht stammt aus dem vergangenen Jahr, und die nächste Begehung ist für April 2026 vorgesehen. Laut dem letzten Bericht wurden keine Gefährdungsstellen festgestellt. Die Stadt hofft daher, auch die kommende Prüfung 2026 ohne Beanstandungen abschließen zu können.

Höhere Förderung bei Bauvorhaben möglich

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Städtebauförderung und die Fortschreibung des interkommunalen Entwicklungskonzepts „Kooperationsraum Haidenaabtal“. Das bestehende Konzept aus dem Jahr 2016 müsse aktualisiert werden, so Bernhard Stangl. Die Fortschreibung sei vor allem deshalb von Bedeutung, weil dadurch bei geeigneten Bauvorhaben eine Erhöhung der Förderquote von 60 auf bis zu 80 Prozent möglich sei. „Hier können Projekte eingestellt werden, die für uns wichtig sind und besondere Bedeutung haben“, betonte der Bürgermeister. Das Konzept definiert die strategischen Entwicklungsziele der beteiligten Kommunen und bildet die Grundlage für künftige Förderanträge. Der Stadtrat stimmte der Fortschreibung danach einstimmig zu.

 
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