10.08.2021 - 11:01 Uhr
PressathOberpfalz

Streichorchester „Ventuno“ erfüllt Mehrzweckhalle mit großem Klang

Das Nürnberger Streichorchester „Ventuno“ konzertierte mit dem Programm „Dis-Tanz 2.0“ in der Pressather Mehrzweckhalle.
von Redaktion ONETZProfil

Dem Wetter schlugen die Pressather Kulturkreis-Verantwortlichen ein Schnippchen und verlegten die als Open-Air-Konzert geplante Serenade in die trockene Halle. Das künstlerische Gourmet-Menü „Dis-Tanz 2.0“, das „Ventuno“ präsentierte, war ein musikalischer Leckerbissen. Es wurde mit Werken zweier englischer Komponisten eröffnet.

Der viersätzigen „St. Paul’s Suite” in C-Dur von Gustav Holst (1874–1934). Der bewegt tänzerische Anfangs-“Jig“ brillierte durch Vielfarbigkeit und Intensität. Dem bewegten Intermezzo folgte das heitere Finale. Benjamin Britten’s (1913-1976) schwungvolle, aber auch sentimentale “Simple Symphony” überzeugte mit Spielwitz und Kontrapunkt. Die Streicher stellten in den vier Sätzen mit Leichtigkeit ihre Qualität unter Beweis.

Den zweiten Abschnitt der dargebotenen Streichmusikwerke leiteten die Künstler mit Johannes Brahms’ „Ungarischem Tanz Nr. 5“ ein, bevor von südamerikanischer Rhythmik geprägte Tänze auch die verhalteneren Konzertbesucher zum Mitschwingen animierten. Zunächst die populäre Rumba “Tico Tico” des brasilianischen Komponisten und Instrumentalisten Zequinha de Abreu. Vom argentinischen Bandoneon-Spieler und Komponisten Astor Piazzolla der Tango “Libertango” und der langsame Tango “Oblivion” als Zugabe.

Zwei amerikanische Kompositionen zauberten in viele Gesichter ein Wiedererkennungs-Schmunzeln: das ursprünglich französische Chanson “My way”, das Frank Sinatra in aller Welt bekanntmachte. Und der meistgespielte Jazz-Standard aller Zeiten “I got rhythm” von George Gershwin aus seinem Musical “Girl Crazy”.

Dass bei "Ventuno" auch Mozart klingt, war keine Frage. Wie, das demonstrierten die Musiker in Pressath mit dem Menuett des zweiten Satzes aus dem Divertimento Nr. 2. als Dank für ein enthusiastisches Publikum. Die Verantwortlichen des Kulturkreises Pressath werteten das Nürnberger Streichorchester als Glücksgriff.

 

 

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