Pressath
21.05.2018 - 11:19 Uhr

Totaler Kontrollverlust

Polizeioberkommissar Martin Behrend klärt über Alkohol und Drogen auf

Klasse 8. Bild: nn Beitrag, Externer [EXB] (kontakt@oberpfalznetz.de)
Klasse 8. Bild: nn

(nn) Mit den enormen Gefahren von Drogen aller Art konfrontierte Polizeioberkommissar Martin Behrend die Jungen und Mädchen der achten Klasse mit ihrem Lehrer Uwe Prösl. In seinem Vortrag warnte der Beamte die Jugendlichen vor massiven physischen und psychischen Gefahren. Sein Fazit: Rausch und Sucht hängen untrennbar zusammen und führen letztlich dazu, den eigenen Willen nicht mehr durchsetzen zu können.

Zunächst behandelte Behrend legale Drogen wie Koffein, Nikotin oder diverse Arzneimittel. Besonders warnte er vor Alkohol, der in der Gesellschaft immer noch viel zu sehr verharmlost wird. Von Müdigkeit über Sprachprobleme bis hin zum totalen Kontrollverlust, auch Filmriss genannt, reichen die unerwünschten und oftmals peinlichen Folgen. Völlig tabu sollte der Alkohol im Straßenverkehr sein, betonte der Polizeibeamte. Selbstverständlich dürfe man sich hin und wieder ein Gläschen genehmigen oder bei einer Party Spaß haben. Gefährlich und bedenklich sei es, Bier, Wein , Sekt und Co täglich zu konsumieren und somit zum Standardgetränk zu machen.

Im weiteren Verlauf der Aufklärung ging es um illegale Drogen. Häufig erfolge der erste Kontakt bei Partys, auf denen man einen scheinbar harmlosen Joint angeboten bekommt. Behrend warnte die Jugendlichen eindringlich vor dem hohen Suchtpotential von Cannabis, Heroin, Kokain, LSD oder Crystal Speed. "Bereits nach wenigen Joints kann man süchtig werden und ein verhängnisvoller Teufelskreis nimmt seinen Anfang." Aufgelockert wurde der Vortrag von kurzen Filmsequenzen, die die Auswirkungen des Missbrauchs dieser Stoffe eindrucksvoll verdeutlichten. "Trifft die Polizei jemand mit Drogen an, droht eine hohe Strafe", zeigte sich der Polizeibeamte unmissverständlich. Auch der notwendige Entzug sei alles andere als ein Zuckerschlecken. In die Diskussion wurden auch weitere Süchte wie Computerspiele, Handy-Nutzung und Magersucht einbezogen. In zahlreichen Beiträgen und Nachfragen zeigten die Achtklässler reges Interess an der Thematik. Klar war am Ende, dass man stark bleiben müsse, Charakter zeigen solle und keinesfalls einem Gruppenzwang nachzugeben.

 

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