Das Land Bayern bietet „Kollektive Modelle zur Förderung der Biodiversität“ an und hat dafür das Projekt „KomBi“ geschaffen. Bereits in seiner letzten Sitzung hat der Gemeinderat Brand, die Teilnahme daran beschlossen.
Bayerische Kommunen sollten den Schutz der biologischen Vielfalt stärken. Ziel sei es, so die Sitzungsvorlage, das lokale Bewusstsein und Engagement für den umfassenden Schutz der Biodiversität zu fördern. Dafür bietet „KomBi“ verschiedene Leistungen an, die von Maßnahmen zur Sensibilisierung bis zur Unterstützung bei komplexen Konzepten reichen. Im November fand ein Erstgespräch mit den drei Bürgermeistern und Gemeinderat Werner Brunner (FWG) statt. Dabei wurde gemeinsam herausgearbeitet, dass ein kompakter Workshop zur Sammlung von Weiterentwicklungsansätzen des kommunalen Biodiversitätsengagements das passende Instrument für die spezifischen Gegebenheiten der Gemeinde Brand sein soll.
Fachbüro hilft
Als Grundlage sollen naturschutzfachliche und naturschutzrelevante Daten und Informationen gesammelt, analysiert und aufbereitet werden. Die Ergebnisse des Workshops sollen in einem kompakten und pragmatischen Arbeitsprogramm dokumentiert werden. Für die Arbeit des Fachbüros ist ein Zeitraum von etwa sechs Monaten vorgesehen, mit Kosten von 10.000 bis 15.000 Euro. Leistungen, die durch das „KomBi“-Projektmanagement erbracht werden, sind kostenfrei.
Innerhalb dieses Kostenrahmens und bei Durchführung des Workshops nach den genannten Bedingungen erhält die Gemeinde Brand vom Projekt „KomBi“ eine vollständige Förderung. Ein Betrag von maximal 15.000 Euro ist im Projektbudget bereits reserviert. Das Fachbüro wird bis spätestens Ende April beauftragt. Die Fördermittel können nach Abschluss des Prozesses bis spätestens Ende Juli 2027 abgerufen werden.
Christian Lang, Leiter des Projekts „Kommunale Biodiversität“, war bei der Sitzung anwesend und lobte die Gemeinde. Er meinte, es sei bereits viel geschehen. Dennoch befürworte er eine weitere Mitarbeit. Die Teilnehmer einigten sich auf Raimund Böhringer vom Büro Ideen-Finden GmbH aus Wunsiedel als fachlichen Begleiter. Er war ebenfalls in der Sitzung anwesend und erhielt den Auftrag.
Der Friedhof von Brand, der als parkähnliche Anlage gestaltet ist, wird häufig gelobt, vor allem wegen der vielen hohen Bäume und der Hecke, die das Gelände umrahmt. Dieser Charme bedeutet jedoch einen hohen Pflegeaufwand. Die Kosten dafür müssen auf die Grabnutzer umgelegt werden, ebenso die Nutzung des Leichenhauses. Wegen der mittlerweile fünf Bestattungsmöglichkeiten ist das eine schwierige Aufgabe, mit der sich der Gemeinderat alle fünf Jahre befassen muss. Die Aktualisierung stand auf der Tagesordnung der letzten Sitzung.
Nicht überzeugt, keine Debatte
Bei der Berechnung spielt die sogenannte Äquivalenzzahl eine entscheidende Rolle. Sie drückt das Verhältnis der Gebühren für die einzelnen Bestattungsarten aus. Sachbearbeiterin Marlies Nagel hatte dazu mehrere Berechnungsbeispiele erstellt. Diese konnten jedoch nicht überzeugen, sodass keine Debatte stattfand.
Zweiter Bürgermeister Christian Drehobel (CSU) gab mit seinem Hinweis den entscheidenden Impuls zur Vertagung. Er meinte, dass diejenigen, die durch Gräberschmuck wesentlich mehr zur Schönheit der Anlage beitragen als bei Urnengräbern oder Baumbestattungen – die es vor fünf Jahren noch gar nicht gab –, auch entlastet werden sollten. Sie seien durch die ohnehin aufwendige und kostenintensive Gräberpflege gefordert und sollten nicht zusätzlich zur Pflege der Anlage beitragen müssen.
Die Nutzer von weniger pflegeintensiven Bestattungsarten sollten etwas mehr beitragen. Die aufgeführten Rechnungsbeispiele waren diesbezüglich nicht befriedigend. Marlies Nagel wird einen neuen Vorschlag erarbeiten, der dem Gremium in der nächsten Sitzung vorliegen soll. Die Gebühren für die Grünabfalldeponie erhöhen sich in diesem Jahr nicht. Der Schein kostet weiterhin 35 Euro und ist in der Gemeinde erhältlich.













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