Umfassendes Thema im Gemeinderat war die Ganztagsbetreuung an der Grundschule. Wie Bürgermeisterin Michaela Treml eingangs erklärte, nehme die Planung drei Jahre nach der ersten Vorstellung nun Fahrt auf. Man reagiere damit auf den gesetzlichen Anspruch der Betreuung bis 16 Uhr. Mit dem beauftragten Büro Weidner-Architekten seien bei der Regierung der Oberpfalz das Raumprogramm und die Förderung abgesprochen worden. Nur ein Bau direkt an der bestehenden Schule sei sinnvoll, betonte die Bürgermeisterin.
Die Planung hierfür stellte Architekt Axel Weidner vor. Demnach solle aus dem zweiseitigen ein dreiseitiger Gebäudekomplex werden. Rückwärtig entstehe ein Anbau an das bestehende Schulgebäude entlang des TSV-Sportplatzes mit einer Länge von 18 Metern und einer Breite von 11 Metern. Im Erdgeschoss befänden sich der Speisesaal, die Küche und die Sanitärräume. Im Obergeschoss seien drei Betreuungsräume mit Funktionsräumen und Terrasse zur Sportplatzseite hin vorgesehen. Mit Turnhalle, Schule und Neubau ergebe sich eine Dreiseit-Situation mit einem Innenhof als 750 Quadratmeter großem Pausenhof.
Die geschätzten Kosten lägen laut Weidner bei 2.637.000 Euro. Bei einer in Aussicht gestellten Förderung von 87 Prozent (2.294.000 Euro) liege der Eigenanteil bei 341.000 Euro. Die Kosten für die Innenausstattung bezifferte Weidner auf 52.500 Euro, wofür es 39.000 Euro Förderung gebe.
Schulleiterin Doris Bodensteiner sprach bezüglich der Pläne von der besten Lösung. Durch die Nähe der Grundschule könnten pädagogische und organisatorische Ressourcen genutzt werden. Zweiter Bürgermeister Simon Schönberger regte an, statt einer eigenen Heizung (Wärmepumpe) den Zusammenschluss mit der Schulheizung zu überdenken. Thomas Stock (CSU) fühlte sich angesichts des nun vorgelegten Tempos etwas überrumpelt. Zwar sei vor eineinhalb Jahren ein Modell vorgestellt worden, das eine Million Euro unter den jetzigen Kosten gelegen habe, seitdem habe man aber keinen Plan mehr gesehen und keine Zahlen erhalten. Matthias Schopper (CSU) wollte genau herausgestellt haben, dass ein Beschluss „vorausgesetzt, dass die Förderzusage erfolgt“ gefasst werde. Dieser erfolgte einstimmig.
Straßeneinengungen
Von der CSU-Fraktion lag ein Antrag auf Abänderung der beiden Einengungen in der geplanten Form beim Ausbau der Ilsenbacher Straße vor. Bürgermeisterin Treml erläuterte dazu, dass am Ortseingang von der Staatsstraße her und beim Kindergarten jeweils mit einer Baumpflanzung die Fahrbahn auf vier Meter verengt und zudem eine Verkehrsberuhigung per roter Schwelle mit zehn Zentimetern Höhe errichtet werde. Dies sei im November 2025 einstimmig so beschlossen worden. Die Ausschreibung sei so erfolgt und auch die Vergabe der Maßnahme, sagte Treml. Bei der nun ersten Asphaltierung sei schon die Verengung ausgespart.
CSU-Sprecherin Miriam Hanebuth erläuterte den Antrag nochmals. Ihrer Ansicht nach hätten sich die zwei „Hubbel“ als Verkehrsberuhigung erübrigt, weil erst in der vergangenen Sitzung „Tempo 30“ für ganz Püchersreuth beschlossen worden sei. Das Abbremsen und Wiederanfahren an den Schwellen von landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder Lastwagen würde zusätzlichen Lärm verursachen. „Wir könnten uns auf eine Verengung und dabei farbliche Abgrenzung ohne die ‚Hubbel‘ einigen“, schlug Hanebuth vor. Stefanie Treml (SPD) meinte, dass man bei „Tempo 30“ schon überlegen könnte, auf die Schwellen zu verzichten. Bürgermeisterin Treml ließ schließlich über den Antrag der CSU abstimmen. Ergebnis 5:5 (drei Gemeinderäte fehlten), und bei Stimmengleichheit war der Antrag abgelehnt.
Kanal und Wasser teurer
Neukalkuliert für die Jahre 2027 bis 2029 wurden von der Verwaltung die Wasser- und Abwassergebühren. Beim Wasser hatte man bisher einen Kubikmeterpreis von 2,51 Euro, die kostendeckende Gebühr für die nächsten drei Jahre liegt bei 2,80 Euro. Beim Abwasser betrug die bisherige Gebühr 3,67 Euro je Kubikmeter eingeleitetes Abwasser. Neu wären das nun 5,49 Euro. Darin enthalten sind 250.000 Euro für die Erstellung eines Abwasserkatasters. Dies allein entspricht schon einer Gebührenerhöhung von 1,49 Euro. Per Beschluss legte der Gemeinderat 2,80 Euro Wasser- und 5,49 Euro Abwassergebühren je Kubikmeter fest.
Baustellenzufahrt
Zu der von der Autobahn beantragten Baustellenzufahrt durch Pfaffenreuth laufen die Gespräche noch, informierte die Bürgermeisterin.













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