23.06.2020 - 13:03 Uhr
PüchersreuthOberpfalz

Zone 30: "Nicht warten, bis etwas passiert"

Die jüngsten Ergebnisse einer Verkehrsschau geben den Worten Bürgermeister Rudolf Schoppers zufolge Anlass zu verschiedenen Änderungen. Die werden in Püchersreuther Gemeinderat besprochen.

Die Gemeinderatsmitglieder wünschen sich eine Zone 30 beim Ilsenbacher Spielplatz. Die Polizei sieht keinen Bedarf, da das Areal komplett eingezäunt ist.
von Gabi EichlProfil

Die Ellenbacher Kreuzung müsse entschärft werden, diese sei nicht eindeutig geregelt. Tempo 30 am Spielplatz Ilsenbach: Damit sei die Polizei nicht einverstanden, denn der Spielplatz sei komplett eingezäunt. Alternativ will man nun dort rechtlich nicht bindende Schilder à la „Achtung Kinder“ aufstellen. Michaela Treml (SPD) hat eigenem Bekunden nach einen Paragraphen ausgegraben, der die Gemeinde doch noch in die Lage versetzen könne, dort ein bindendes Tempo 30 anzuordnen. Sie sagt: „Ich möchte nicht darauf warten, bis etwas passiert. Eine 30er-Zone tut niemandem weh.“ Eine Zuhörerin regt an dieser Stelle an, in der gesamten Ortschaft Tempo 30 einzuführen. Sie wäre schon lange tot, sagt sie, wenn sie auf die geltende Rechts-vor-links-Regelung pochen würde.

Treml unternimmt noch den laut eigenem Bekunden „fünften Anlauf“, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Staatsstraße Püchersreuth/Ilsenbach zu erreichen. Nach einem erneuten Unfall an dieser Stelle bittet sie um eine zeitnahe weitere Verkehrsschau zu diesem Thema.

Sein Einvernehmen erteilt der Gemeinderat folgenden Bauanträgen: Errichtung eines Wohnhauses mit Garage in Botzersreuth; Errichtung eines Wohnhauses mit vier Ferienwohnungen in Baumgarten; Erneuerung und Umgestaltung der bestehenden landwirtschaftlichen Maschinenhalle in Rotzendorf; Errichtung einer Maschinen- und Lagerhalle über dem bestehenden Fahrsilo in Kahhof; Errichtung eines doppelstöckigen Nebengebäudes als Abstellraum in Wurz.

Der Bauhof der Gemeinde braucht in nächster Zeit verschiedenes neues Gerät und ein neues Fahrzeug. Treml schlägt vor, die Bauhof-Arbeitsgruppe wiederzubeleben, die sich kompetent mit diesen Fragen befassen könne.

Auf einem etwa 4000 Quadratmeter großen Hanggrundstück im Ortsteil Wurz soll ein zweistöckiges Einfamilienwohnhaus entstehen. Der Gemeinderat zögert: Es handelt sich um eine exponierte Lage im Ort, man will dort „keinen Turm“ haben.Der mögliche Bauherr, der das Grundstück noch nicht gekauft hat, stellt eine Bauvoranfrage, um zu klären, ob er seine Pläne wie gewünscht verwirklichen kann. Der Gemeinderat beschließt über die Anfrage noch nicht, es seien noch viele Fragen zu klären, heißt es. Einig sind sich die Räte, dass man an diesem Fleck kein allzu hohes Gebäude haben wolle („keinen Turm“).

Unterhalb seines eigenen Wohnhauses will der mögliche Bauherr einen Teil des Grundstücks zu zwei weiteren Bauplätzen machen. Unmittelbar neben diesen Grundstücken gibt es jedoch einen seit Jahren bestehenden Kfz-Betrieb. Darüber hinaus ist die Erschließung des großen Grundstücks nicht ganz einfach. Und schließlich macht der Gemeinderat sich Sorgen, ob der Kanal bei einem Starkregen das Oberflächenwasser bewältige, wenn an diesem Hang allzu viel Fläche versiegelt werde.

Weiter vorangebracht hat der Gemeinderat den geänderten Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan für die Freiflächen-Photovoltaikanlage bei Eppenreuth. Die Landschaftsarchitektin Annette Boßle erläutert die Ergebnisse der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden, diese werden nun eingearbeitet, dann erfolgt eine erneute Auslegung der Pläne.

Weitere Berichte aus dem Gemeinderat Püchersreuth finden Sie hier:

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