17.02.2020 - 11:29 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Ausrücken ausdrücklich erlaubt

Zwei Brandeinsätze, acht technische Hilfeleistungen und eine Sicherheitswache forderten die Pullenreuther Feuerwehr 2019. Dabei hat sich das neue Löschfahrzeug LF 10 bestens bewährt.

von Autor ÖTProfil

Mit diesen Einsätzen leisteten die Pullenreuther Brandschützer 230 ehrenamtliche Stunden. Hier dankte Kommandant Andreas Philipp den Arbeitgebern, die den Floriansjüngern auch das Ausrücken während der Arbeitszeit ermöglichen. Heute sei dies keine Selbstverständlichkeit mehr.

Gute Vorbereitung

Auf diese Einsätze hätten sich die 40 aktiven Feuerwehrmitglieder mit 15 Übungen und Schulungen in verschiedenen Themen vorbereitet. Auch dafür opferten sie rund 470 Stunden ihrer Freizeit. Ebenso gefordert waren die Atemschutzgeräteträger bei drei Übungen und einer Unterweisung. Daneben fanden Maschinisteneinweisungen am neuen Löschfahrzeug statt. Ferner absolvierten die Mitglieder Technischen Dienst sowie Erste-Hilfe- und Defibrillatorschulungen. Auch eine Brandschutzübung im Kindergarten gemeinsam mit der Feuerwehr Pilgramsreuth-Langentheilen wurde veranstaltet. Philipp lobte den guten Übungsbesuch. Ebenso wurde die Fortbildung nicht vernachlässigt, machte der Kommandant deutlich.

Lehrgang bestanden

So konnte er zweiten Jugend- und Gerätewart Felix Wegmann aufgrund des bestandenen Gruppenführerlehrgangs an der staatlichen Feuerwehrschule in Regensburg zum Löschmeister befördern. Ferner absolvierte Veronika Rickauer den Lehrgang zum Sprechfunker und stellvertretender Kommandant Andreas Rickauer die Ausbildung zum Motorsägenführer.

Der Leiter der aktiven Wehr berichtete von der Teilnahme an Veranstaltungen auf Landkreisebene und der Beteiligung der Pullenreuther Wehr an der Kriegskindernothilfe mit Paketen für Rumänien. Er erwähnte auch die Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen. Diese reichten vom Löschgruppenfahrzeug LF 10 über Helmlampen für die Atemschutzgeräteträger, Schutzanzüge und Bekleidungsteilen bis hin zu Klein- und Verbrauchsmaterial. Zwei Mitgliedern wurde der Erwerb der Führerscheinklasse C ermöglicht. Dafür dankte er Bürgermeister Hubert Kraus und der Gemeinde.

Philipp erinnerte die Mitglieder auch an das für den 7. März geplante erste Treffen der Jugendgruppe "Steinwaldlöscher" gemeinsam mit den Eltern der Kinder. Sein Dank für die Bemühungen galt schon jetzt den Betreuerinnen der Kinder. Weiter sprach er in seinem Ausblick von der modularen Truppausbildung und einem "Tag der offenen Tür" am 9. Mai bei dem auch die Gemeindewehren mit eingebunden werden sollen.

Ferner stehen Leistungsabzeichen an. Die Ehrungen für langjährige Dienstzeiten von Feuerwehrmitgliedern finden heuer in Pullenreuth statt. Weiter streifte der Kommandant die Einführung der digitalen Alarmierung. Abschließend dankte er allen, die ihn stets tatkräftig unterstützen. Von aktuell fünf Feuerwehranwärtern, darunter drei Mädchen, sprach Jugendwart Franz Rickauer in seinem Rechenschaftsbericht. Einem Neueintritt standen ein Wechsel zur aktiven Wehr und ein Austritt gegenüber. Die Kinder und Jugendlichen besuchten 20 Unterrichts- und Übungsabende und bereiteten sich auf den Jugendleistungsmarsch in Bärnau vor.

Geselligkeit fehlt nich

Ebenso legten einige Mitglieder des Feuerwehrnachwuchses mit Erfolg den Wissenstest "Verhalten bei Notfällen" ab. Für Abwechslung war bei einem Besuch in der Weidener Thermenwelt und einer Paddelbootfahrt durch die Fränkische Schweiz gesorgt. Weiter wurde ein gemeinsames Zeltlager mit der FFW Pilgramsreuth-Langentheilen in Fuchsmühl veranstaltet. Den Jahresabschluss bildete ein Pizza- und Spieleabend im Feuerwehrgerätehaus. Für die Führungskräfte der Landkreiswehren sprach Kreisbrandinspektor (KBI) Otto Braunreuther. Er blätterte in der Statistik und sprach dabei von 1687 Alarmierungen. Dabei waren 2384 Feuerwehrleute im Einsatz. Insgesamt erbrachten deren Mitglieder im vergangenen Jahr 34 282 Einsatzstunden. Der KBI betonte, dies seien teils schon sehr hohe Belastungen für die Feuerwehrmitglieder. 32 Personen konnten bei diesen Einsätzen gerettet werden und bei 23 Wohnungsöffnungen wurde hilflosen Personen geholfen. Ebenso liefen 186 Fehlalarmierungen auf.

Braunreuther dankte dem Feuerwehrverein für die finanzielle Unterstützung der Gemeinde bei der Anschaffung des neuen Löschfahrzeugs und darüber hinaus weiteren Gerätschaften. Er sprach auch die Digitalisierung der Funkmeldeempfänger und der Sirenensteuerungen an.

Weiter ging Braunreuther auf die neue Stärke bezogene Alarmierung ein. Er lobte ausdrücklich die Gründung einer motivierten Kinderfeuerwehr, denn dies sei genau der richtige Weg, um Feuerwehrnachwuchs zu gewinnen.

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