08.04.2019 - 14:42 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Butter, Brot und danach ein Vortrag

Ausbuttern, Stammtisch und ein anschließender Vortrag über den großen See bei Weißenstadt: In der Glasschleif hat man sich vor einigen Tagen ganz schön viel vorgenommen.

von Werner RoblProfil

Man kann sich kaum umdrehen. Eng ist's in der Glasschleif, wo vor einigen Tagen viele Hände ineinander greifen und wo emsig gearbeitet wurde. Steinwaldia-Vorsitzender Norbert Reger und seine Frau Maria werkeln in der Küche. Hinzu kommen Monika Pöllmann und Elsbeth Franz. Ihr Mann Oswald schleppt ein Butterfass heran. Das Quintett hat sich vorgenommen, Butter zu stampfen, die wenig später - fix und fertig umgefüllt - auf die Tische kommen soll.

Gleich zwei Termine stehen im Terminkalender der "Steinwaldia". Angesagt ist der monatliche Stammtisch, der von April bis September die Wirtsstube füllt. Erwartet wird zudem auch der Plassenburg-Kastellan, Harald Stark aus Kulmbach. Der Oberfranke hat versprochen, hier in der "Schleif" über den Weißenstädter See zu referieren. Zuvor wird erst einmal Brotzeit gemacht. Zur Butter gibt es gegarte Kartoffeln.

Über den Weißenstädter See und das Fischhaus erzählt Harald Stark wenig später: Bis Anfang der 1970er Jahre war das bekannte Gewässer deutlich kleiner, erzählt der Referent und erklärt danach, wie es dazu kam, dass die Sechsämterland-Ortschaft einen großen See erhielt. "Er wurde von den Markgrafen angelegt, die die Eger stauen ließen." Er ergänzt, dass man darin die Fische in Ruhe wachsen ließ. "Alle vier Jahre wurde abgefischt, um die Brut dann in kleinere Weiher umzusetzen."

Stark weiß aber auch von den erfolglosen Klagen seitens der anliegenden Mühlenbesitzer zu berichten, die - weil das große Gewässer entleert wurde - mit dem plötzlichen Hochwasser zu kämpfen hatten. "Vier Wochen konnte danach überhaupt nicht mehr gemahlen werden, weil dann das dringend benötigte Wasser ganz ausblieb." An anderer Stelle beleuchtet Stark auch das ufernahe Fischhaus, in dem nach 1750 der dort angestellte Fischknecht eine bescheidene Wohnung zugewiesen bekam. "Komfortabler - im Obergeschoss - lebte dagegen der Amtsvogt." Der Kulmbacher Referent erzählt, was damals alles passierte, bevor die Adeligen den Teichbetrieb aufgaben und aus dem Anwesen, ein Forsthaus wurde. "Damit endet auch mein Ausflug", fasst Stark seine Rückblende in die Zeit zusammen.

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