03.07.2018 - 17:03 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Freiheit für Grüne Mitte

Gemeinderat Pullenreuth debattiert über Umbaumaßnahmen.

So könnte die Grüne Mitte von Pullenreuth einmal aussehen.

(twg) Nur ein Punkt stand auf dem Protokoll der jüngsten Gemeinderatssitzung der Räte in Pullenreuth. Sie beschäftigten sich mit der Freilegung der Grünen Mitte in Pullenreuth und hatten dazu den Landschaftsarchitekten Albrecht Strohn aus Krummennaab eingeladen, der ihnen die Entwurfsplanung vorstellte.

Der Gemeinderat hatte in einer nichtöffentlichen Sitzung im Mai 2017 die Entwurfsplanung für die Freilegung der Grünen Mitte in Pullenreuth in Auftrag gegeben. Mittlerweile fanden Gespräche mit den Anliegern sowie dem Amt für Ländliche Entwicklung der Oberpfalz statt. Auf dieser Basis hat der Architekt den nun vorliegenden Entwurf gezeichnet.

Albrecht Strohn erklärte, dass der Kernbereich neu gestaltet werden soll. Es wurde diskutiert, welche Belagsfläche hier verwendet wird.

Ursprünglich wurde an Betonwerksteine gedacht, dies wurde aber wieder verworfen, da diese für die vielen Wegkrümmungen nicht so gut geeignet sind und viel eingeschnitten werden müsste. Deshalb soll die einfache Asphaltfläche bleiben, die Gehflächen werden mit Natursteinpflaster gelegt, der Zugang zur Kirchentreppe mit Kleinstadtpflaster. Wenn das Haus gegenüber der Lottostelle, die ehemalige Schmiede, abgerissen wird, gibt es eine direkte Verbindung zur Kirchentreppe. Auch auf eine eventuelle Quelle in diesem Bereich wies der Architekt hin, welche man in einem Brunnen anlegen könnte.

Dies ist aber noch fraglich und könne man erst nach dem Abriss klären.

Der Landschaftsarchitekt erklärte weiter den Straßenverlauf. Wichtig ist, dass der Dorfcharakter erhalten bleibt. Granitgroßsteinpflaster werde man verwenden, Natursteine eben. Der Straßenverlauf soll ebenfalls weitgehend erhalten bleiben. Im Bereich der Abbiegung zum Schützenhaus soll er verbreitert werden, hauptsächlich für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge.

Auch auf die Höhenunterschiede, die Begrünung und die Sitzgelegenheiten ging der Referent ein. Seiner Meinung nach, muss der Aufgang zur Kirche aufgewertet werden.

Die Stellplätze neben dem Wirtshaus werden reduziert, dafür soll diese Fläche begrünt werden. Als Problem stelle sich die Kirchentreppe dar, deren Stufenmasse nicht stimmt und deren Baumaterial bereits sehr marode ist. Bürgermeister Hubert Kraus, konnte zur Sanierung dieser Treppe den Räten nichts Neues überbringen. Diese wurde bereits 1964 gebaut, man habe Schwierigkeiten bei einer Neugestaltung hinsichtlich der direkt anliegenden Häuser. Ob diese Treppe vollständig saniert werden soll oder provisorisch renoviert wird, ließ er offen. Architekt Strohn wies darauf hin, dass man ebenfalls die öffentliche Kanal- und Wasserleitung untersuchen sollte, wenn die Straße sowieso aufgemacht werden muss. Dies wäre eine zusätzliche Maßnahme, diese Leitungen zu sanieren.

Gemeinderat Siegfried Sirtl fragte nach der Straßenbeleuchtung in diesem Bereich, da diese nicht im Plan eingezeichnet sei. Der Architekt erkärte, dass es kein Problem sei, im Kernbereich eine Straßenlampe zu installieren.

Alexander Hecht regte an, diese in die Mitte des Platzes zu setzen, damit die gesamte Fläche besser zur Geltung komme. Dietmar Gärtner bemängelte die Granitsäule neben den vorgesehenen Brunnen und riet zu mehr Begrünung in diesem Bereich. Die Granitsäule sei als Grenze gesehen, damit keine Fahrzeuge sich in diesem Bereich bewegen, erläuterte Albrecht Strohn. Zum Abschluss seiner Ausführungen wies der Landschaftsarchitekt darauf hin, daß es eine sinnvolle Aufwertung der Dorfmitte sei und er stellte den Räten die Kosten in Höhe von insgesamt rund 190 000 Euro vor.

Bürgermeister Hubert Kraus informierte seine Gemeinderäte, dass er hinsichtlich der Kirchentreppe eine Kostenermittlung in Auftrag geben werde, bezüglich des Fundamentes müsse man eine Bauuntersuchung vornehmen und abklären, welche Fördermittel der Gemeinde zustehen. Auch solle eine Untersuchung der Kanal- und Wasserleitung im Bereich der Grünen Mitte vorgenommen werden, hierzu soll das Ingenierbüro Harald Götz beauftragt werden, das durch den Ausbau der Mengersreuther Straße mit der öffentlichen Entwässerung sowie der Wasserversorgung mit diesem Bereich bereits vertraut ist.

Die Gemeinderäte erkannten die Entwurfsplanung des Landschaftsarchitekten Albrecht Strohn einstimmig an. Auch einen Abschluß eines Ingenieurvertrages bis zur Leistungsphase 1 bis 3 für die öffentliche Kanal- und Wasserleitung im Bereich der Freilegung "Grüne Mitte" mit dem Ingenierbüro Harald Götz, stimmten sie zu. Die Leistungsphasen 4 bis 9 werden in Aussicht gestellt.

Die Planungskosten werden in einem ersten Nachtragshaushalt 2018 eingeplant.

Auch die Sanierung der Kirchenstaffel wurde einstimmig befürwortet. Hierzu müsse aber erst eine Kostenschätzung und eine Information über die Fördermittel dem Gemeinderat vorgelegt werden.

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