01.03.2021 - 11:08 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Gemeinde Pullenreuth will in der Krise ein Zeichen setzen

Für die Gemeinderäte in Pullenreuth galt es, einiges abzuarbeiten. Aufgrund der aktuellen Coronakrise ging Bürgermeister Hubert Kraus die Sitzungsgegenstände zügig durch. Für die Bürger hat er gute Nachrichten.

von Autor TWGProfil

Die Gebührenbedarfsrechnung für die Entsorgung von Grüngut und holzigen Abfällen in der Gemeinde Pullenreuth gehörte zu den Punkten in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Eine neue ebenerdige Lagerfläche für Grünabfälle wurde 2020 errichtet. Die Herstellungskosten belaufen sich bis zum heutigen Tag auf insgesamt 33.213,36 Euro. Dieser Betrag beinhaltet unter anderem die Lohnkosten von Bauhofmitarbeitern (1231,87 Euro). Die Schlussrechnung des Bauunternehmens liegt der Gemeinde aber noch nicht vor.

7/8 der bisherigen Herstellungskosten von 2009 für die Grüngut- und Holzablagerungsstelle in Höhe von 9.347,21 Euro, also 8.178,81 Euro, betreffen nur die Holzablagerungsstelle und werden ab dem Jahr 2020 weiterhin bei den kalkulatorischen Kosten berücksichtigt. Die restlichen Herstellungskosten von 1168,40 Euro entfallen aufgrund der Erneuerung der Grüngutablagerungsstelle in 2020.

Weil es sich jetzt um eine „neue Anlage“ für die Anlieferung von Grüngut und Holzabfällen handelt, wurde auf die Berücksichtigung von Unterdeckungen früherer Jahre verzichtet. Dem Gemeinderat Pullenreuth wurde deshalb eine vorläufige Ermittlung der Kostendeckung 2020 und eine Gebührenbedarfsberechnung für das Jahr 2021 vorgelegt. Eine Ermittlung der Kostendeckung für das Jahr 2019 entfällt aufgrund der Neugestaltung der Anlieferungsstelle.

Für die gemeindliche Entsorgung von Rasenschnitt und holzigen Abfällen durch den Bauhof Pullenreuth wird von 20 Prozent der Gesamtanlieferungsmenge ausgegangen; für die Dorfgemeinschaft Lochau sind dies circa 8 Prozent. Bei der Gebührenbedarfsberechnung für 2021 wurde die vorläufige Kostenunterdeckung des Jahres 2020 in Höhe von 4377 Euro berücksichtigt. Es errechnen sich damit umzulegende Kosten in Höhe von 11.234,78 Euro und aufgrund der Ausgabe von 107 Berechtigungsscheinen (in 2020) ergibt sich ein neuer Preis von 105 Euro pro Berechtigungsschein.

Laut Bürgermeister Hubert Kraus könne dieser Betrag keinesfalls von den Bürgern verlangt werden. Er schlug vor, bei der bisherigen Gebühr von 35 Euro zu bleiben. Auch Gemeinderat Alexander Hecht (CSU) war der Meinung, man müsse in der momentanen schweren Zeit ein Zeichen setzen und den Einwohnern von Pullenreuth etwas Positives geben, man müsse konstant bleiben. Er sei auch von vielen angesprochen worden, dass die Zufahrt zu der Grüngutstelle in sehr schlechtem Zustand sei. Laut dem Bürgermeister werde diese Fläche aber noch asphaltiert.

Einstimmig setzten die Gemeinderäte die Gebühr für den Berechtigungsschein auf 35 Euro für das Jahr 2021 fest. Auch bei der damit zusammenhängenden Änderung der Gebührensatzung der Gemeinde Pullenreuth für die öffentliche Entsorgung war sich das Gremium einig. Die Satzungen traten zum 1. März in Kraft.

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