12.12.2018 - 15:52 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Kanal, Abgaben, Abwasser

Die Gemeinderäte der Gemeinde Pullenreuth, beschäftigten sich mit der Gebührenbedarfsrechnung für die Abwassereinrichtung ihrer Gemeinde, bei ihrer letzten Sitzung.

von Autor TWGProfil

Laut Beschluss des Gemeinderates vom 25. November 2015 wurde die Gebührenbedarfsrechnung für die Abwassereinrichtung für den Zeitraum 2016 bis 2019 anerkannt und die Gebühr auf 2,49 Euro pro Kubikmeter festgesetzt.

Bei den Vorausplanungen wird nun erkennbar, dass wichtige Kostenfaktoren nicht zutreffen und somit der Kalkulationszeitraum abgeändert werden muss. Der Kalkulationszeitraum von 2016 bis 2019 für die Entwässerungsanlage der Gemeinde Pullenreuth wird verkürzt, da höhere Kosten bezüglich der Kanalüberprüfungen anzusetzen sind.

Bei der Ermittlung der Kostendeckung für das Jahr 2016 hat sich eine Erhöhung der Lohnkosten von ungefähr 5000 Euro ergeben. Des weiteren wurden in den Pumpwerken Rahn, Trevesen Ortsmitte und Haselbrunn Rohrleitungen erneuert mit Kosten von etwa 10 000 Euro. Für die Kanalinspektion wurden 20 500 Euro im Jahr 2016 angesetzt. Tatsächlich ergaben sich für die Inspektion "Pullenreuth und Lochau" Kosten in Höhe von 25 544,33 Euro. Außerdem wurden für die hydraulische Überrechnung des Kanalnetzes Honorarkosten von 8500 Euro verbucht. Zusätzlich sind Gebühren für die Einleitung von Misch- und Niederschlagswasser in den Höllbach/Hardtbach und in die Fichtelnaab von rund 3700 Euro angefallen.

Aufgrund der teilweise veralteten Kanalleitungen sei laut Verwaltungsgemeinschaft in den nächsten Jahren mit weiteren unvorhersehbaren Reparaturkosten zu rechnen. Auch steht in den kommenden Jahren eine Erweiterung der wasserrechtlichen Erlaubnisse an. Für diese Mehrkosten wird deshalb ein jährlicher Pauschalbetrag in Höhe von 3000 Euro in die Gebührenbedarfsrechnung aufgenommen.

Bürgermeister Hubert Kraus erklärte, dass die Gemeinde Pullenreuth über ein großes Kanalnetz verfüge und deshalb erhöhte Kosten auf die Gemeinde zukommen. Darum sei eine Erhöhung der Abwassergebühr unumgänglich. Siegfried Sirtl (FWG) fragte nach, warum Lohnkosten für einen Bauhofmitarbeiter in die Berechnung mit einfließen, der stundenmäßig an den Pumpwerken arbeitet. Seiner Meinung nach hätten diese Kosten hier nichts zu suchen.

Einstimmig beschlossen die Räte, den im Beschluss vom 25. November 2015 festgelegten Kalkulationszeitraum von vier Jahren abzukürzen. Wegen nicht vorhersehbarer wesentlicher Änderungen der Kalkulationsgrundlagen würde die Kalkulation in eine absolute Schieflage geraten. Des weiteren wird die Gebührenbedarfsrechnung für die Abwassereinrichtung vom 15. Oktober 2018 anerkannt. Für die Jahre 2019 bis 2022 wird eine Abwassergebühr von 3,05 Euro pro Kubikmeter festgesetzt.

Auch den Erlass einer Satzung zur Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung der Gemeinde Pullenreuth stimmten die Gemeinderäte einstimmig zu. Diese erweise sich bezüglich der neuen Abwassergebühr als notwendig. Die Satzung tritt am 1. Januar 2019 in Kraft.

Der Bürgermeister informierte das Gremium, dass die Bauarbeiten in der Mengersreuther Straße reibungslos vorangehen. Mit dem Anbringen der Asphaltschicht rechnet das Gemeindeoberhaupt in dieser Woche. Leider steht es um die Bauarbeiten an der ehemaligen Schulturnhalle katastrophal. Die zuständige Firma für die neuen Fenster habe bereits die dritte Abmahnung erhalten. Auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Baufirmen funktioniere überhaupt nicht.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.