Ölverschmutzung im Höllbach bei Pullenreuth sorgt für Gefahrstoffeinsatz

Pullenreuth
22.09.2022 - 17:20 Uhr

Zu einem Gefahrstoffeinsatz kam es am Mittwochnachmittag in Pullenreuth. Bei Reinigungsarbeiten war Öl über die Kanalisation in den Höllbach geflossen. Feuerwehr, Polizei und Wasserwirtschaftsamt waren im Einsatz.

Wegen eines Ölfilms auf dem Höllbach waren am Mittwochnachmittag die Pullenreuther besorgt. Sie verständigten schließlich Feuerwehr und Polizei. Gegen 15 Uhr kamen die örtlichen Floriansjünger unter Leitung von Kommandant Andreas Philipp zum Einsatz und ergriffen Erstmaßnahmen. Die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz hatte die Feuerwehr zu „Öl auf fließendem Gewässer“ alarmiert.

„Im Verlauf des Einsatzes wurden durch den Einsatzleiter und in Absprache mit den ebenfalls vor Ort befindlichen Fachberatern der Kreisbrandinspektion weitere Sondergeräte zum Ölwehreinsatz alarmiert“, heißt es von Kreisbrandmeister Florian Braunreuther auf Nachfrage. So wurden die Feuerwehren Kemnath und Mitterteich hinzugerufen. „Die Feuerwehr Kemnath war mit schwimmfähigem Ölbindemittel, Ölsperren und Ölschlängeln angefordert“, informierte Sprecher Michael Denz.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehren Pullenreuth und Kemnath bauten Ölsperren an mehreren Stellen im Bachlauf ein. Ebenfalls kam Ausrüstung aus dem Gefahrstoffanhänger der Feuerwehr Mitterteich zur Verwendung. „Durch die örtliche Feuerwehr wurde im Bereich des Feuerwehrgerätehauses schnell eine erste Ölsperre im Gewässer errichtet“, berichtet Harald Fuchs, Stellvertretender Dienststellenleiter der Kemnather Polizeiinspektion. Eine Streife der Polizei, „welche das Wasserwirtschaftsamt hinzuzog und polizeiliche Ermittlungsarbeit unternahm“, war vor Ort. „Im Verlauf der Ermittlung stellte sich heraus, dass es im Ortsbereich Pullenreuth bei der Reinigung von Heizöltanks im Außenbereich zu einem Öleintritt in das Gewässer kam“, berichtet Fuchs. Das Wasser- und Ölgemisch sei über die Oberflächenkanalisation in den Höllbach gelangt.

Zu einem Fischsterben sei es bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gekommen, teilt die Polizei am Donnerstag mit. Sie hat Ermittlungen aufgenommen und befindet sich in enger Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt, das Wasserproben auswerte sowie weitere Untersuchungen anstrebe. Erst nach mehreren Stunden konnten die rund 20 Feuerwehreinsatzkräfte ihren Einsatz vorerst beenden. „In den Folgetagen wird die örtliche Feuerwehr Pullenreuth noch mehrmals im Einsatz sein“, sagte der zuständige Kreisbrandmeister Peter Prechtl.

 
 

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