29.05.2018 - 13:02 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Priesterjubiläum

25 Jahre in Dankbarkeit

Das Foto zeigt den Jubilar in der Kutsche, mit seiner Mutter, seinem Bruder und Neffen
von Autor TWGProfil

twg. Am Dreifaltigkeitssonntag bereitete die Pfarrgemeinde Pullenreuth, ihrem Pfarrer Dr. Dr. Josef Waleszczuk, ein großes Fest, anlässlich seines 25jährigen Priesterjubiläums. Mit einer hübsch geschmückten Kutsche, die von Karl und Martin Kastner aus Trevesenhammer gelenkt wurde, fuhr der Pfarrer mit seiner Familie in die Dorfmitte, um den Kirchenzug anzuführen, zu dem sich die Vereine und die kirchlichen Gruppierungen aus der ganzen Pfarrgemeinde versammelt hatten.

In der Pfarrkirche Sankt Martin, die mit herrlichen Blumenschmuck dekoriert war, wurde ein Festgottesdienst gefeiert, dem die Steinwaldmusikanten aus Pullenreuth einen würdigen musikalischen Rahmen gaben. Der Geistliche begrüßte alle Pfarrangehörigen, alle Ehrengäste und Freunde, manche waren sogar aus Dublin angereist. Deshalb sprach Pfarrer Waleszczuk die Ansprache erst in Deutsch, dann auf Polnisch für seine Familie und Verwandten und dann auf Englisch für seine Freunde.

Die Lesungen wurden von Marina Fenzl, Kirchenpflegerin aus Trevesen und Sabine Philipp vom Pfarrgemeinderat vorgetragen, die Fürbitten von Lektor Markus Hecht.

In seiner Predigt sagte der Jubilar, dass es am heutigen Tag viele Gründe zur Dankbarkeit gebe, am Dreifaltigkeitssonntag ist Gott gegenwärtig, bei jedem Kreuzzeichen, ist die Dreifaltigkeit gegenwärtig. "Bei einem solchen Jubiläum, erkenne man erst, wie schnell die Zeit vergeht und man muss dankbar für das Leben und die Liebe sein, Gott ist die Liebe, in der man Erfüllung finden kann". Er sei dankbar, für alle Menschen, denen er begegnen durfte, alle lebenden und bereits verstorbenen, dankbar für alle Freundschaften. Auch aus der Pfarrei, in der er seine erste Priesterstelle annehmen durfte, waren Weggefährten angereist. "Der Himmel lacht heute, das heißt auch Gottes Segen kommt von oben", sprach er in Bezug auf das herrliche Wetter. Pfarrer Josef Waleszczuk sagte zum Abschluss seiner Predigt, er erinnere sich noch genau, als er zu seiner Primiz im Breslauer Dom, gesegnet und gesendet wurde. Auch den Segen seiner Mutter und seines bereits verstorbenen Vaters, habe er noch gut im Gedächtnis. Deshalb wolle er an diesem Jubiläumstag, den Segen zurück geben, an alle Pfarrangehörigen und Gäste.

Bei der Spendung der Kommunion, erklang das Lied "schwarze Madonna", gesungen von Martina Nickl, die auch die Orgel spielte. Zum Ende des feierlichen Gottesdienstes, ergriff die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Irene Ritter das Wort. "Priester zu werden, ist eine Berufung, zugleich aber auch eine große Herausforderung". Denn auf einen Priester warten viele Aufgaben, freudige und weniger freudige Ereignisse. Im Namen der Pfarrei, gratulierte sie, zum silbernen Priesterjubiläum und überreichte ein gemeinschaftliches Geschenk aller kirchlichen und weltlichen Vereinigungen, sowie Pfarrangehörigen. Im Zisterzienserinnenkloster in Thyrnau, bei Passau, wurde ein Messgewand aus reiner Seide und handbestickt, angefertigt. Irene Ritter erklärte, dass anlässlich des Deutschlandbesuches 2006 des damaligen Papstes Benedikt XVI, ein Gewand aus dem gleichen Stoff für den emeritierten Papst genäht wurde. Sichtlich ergriffen, bedankte sich Pfarrer Josef Waleszczuk bei der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates für das wertvolle Geschenk. Es freue ihn sehr, da der damalige Papst für ihn ein Vorbild sei und er ihm sehr verbunden ist. Anschließend übergaben die Ministranten gelbe Rosen an den Geistlichen.

Nach dem Gottesdienst, gab es einen Sektempfang auf dem Kirchplatz, den die Landjugend aus Langentheilen übernommen hatte. Im Anschluss daran ging es mit einem Festzug zum Schützenhaus, welches vom Pfarrgemeinderat festlich in blau und weiß eingedeckt worden war, da Pfarrer Waleszczuk ein Liebhaber der bayrischen Kultur ist. Die Sprecherin Irene Ritter begrüßte den Silberjubilar mit seiner Familie, Freunden und Bekannten. Ebenfalls galt ihr Gruß Pfarrer Riedl aus Neusorg, stellvertretenden Landrat Günter Kopp, zweite Bürgermeisterin Gabi Hawranek, Bürgermeister Peter König aus Neusorg und den zweiten Bürgermeister aus Waldershof, Karl Busch, sowie den Altbürgermeister der Gemeinde Pullenreuth, Alfons Wegmann.

Der stellvertretende Landrat Günter Kopp, sagte in seinem Begrüßungswort, dass man ein Vierteljahrhundert im Dienste der Kirche, ehren und würdigen muss. Ein Seelsorger habe eine wichtige Aufgabe, denn "die Seele ist der wichtigste Teil eines Menschen". Pfarrer Waleszczuk ist der 25igste Priester in der Pfarrei Pullenreuth, und seit 18 Jahren ist er bereits in dieser Pfarrgemeinde, in der es sehr viele Ortsteile gibt. Er habe den Pfarrer als "Mann der Tat und Wahrheit" kennen gelernt. Der Landrat wünschte dem Geistlichen noch viel Tatendrang, Einsatz und Elan und dass er der Oberpfalz noch lange erhalten bleibe.

Gabi Hawranek, zweite Bürgermeisterin aus Pullenreuth, begrüßte die Anwesenden auch auf Polnisch. Sie bedankte sich herzlich für die Einladung, auch im Namen von Bürgermeister Hubert Kraus. Sie gratulierte zum 25jährigen Jubiläum, es sei für die Heimatgemeinde ein großer Tag. Sie dankte allen engagierten Helfern, dem Pfarrgemeinderat und vor allem Irene Ritter, die dem Tag einen würdigen Rahmen gab. "Pfarrer Waleszczuk fühlt sich hier bei uns am Fuße des Steinwaldes sehr wohl", sagte Hawranek und sie hoffe, dass er noch lange als Pfarrer in Pullenreuth sein dürfe. Peter König, überbrachte die Grüße und Glückwünsche von der Nachbargemeinde Neusorg. Da der Geistliche auch einen Großteil seiner Amtszeit im Ortsteil Riglasreuth, der Filialkirche der Pfarrgemeinde Pullenreuth, verbracht hat, sagte er ein herzliches Dankeschön. Auch der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden mit ihren Helfern sagte er Dank für die schöne Gestaltung des Festtages. Karl Busch, überbrachte im Namen der Stadt Waldershof, die Glückwünsche zum Jubiläum und wünschte weiter Gesundheit, Kraft und Gottes Segen.

Pfarrer Josef Waleszczuk durfte im Anschluss an die Festreden den Taktstock schwingen und den Geburtstagmarsch dirigieren, den die Steinwaldmusikanten Pullenreuth, unter der Leitung von Johannes Hecht, vorbrachten. Auch beim anschließenden Mittagessen und Kaffee trinken im Schützenhaus, unterhielten die Musiker mit ihrer einzigartigen Blasmusik die Gäste.

Den Abschluss des schönen Festtages, bildete eine ostkirchliche Dankandacht in der Pfarrkirche. Hierzu hatten sich noch viele Pfarrangehörige eingefunden, um mit dem Gesang des Collegium Orientale aus Eichstätt, den Tag ausklingen zu lassen.

Links Irene Ritter, Pfarrer Waleszczuk mit dem neuen Gewand in der Hand
Pfarrer Waleszczuk als Dirigent der Steinwaldmusikanten
Stellvertretender Landrat Kopp bei der Ansprache im Schützenhaus
Links Irene Ritter, Pfarrer Waleszczuk mit dem neuen Gewand in der Hand
Irene Ritter bei der Ansprache im Schützenhaus
Pfarrer Waleszczuk als Dirigent der Steinwaldmusikanten
Die Ministranten überreichen Rosen
Pfarrer Waleszczuk hat das neue Gewand angezogen, in der Hand eine dazu passende Karte, mit der Überschrift "Möge die Liebe Gottes Sie stets begleiten"
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