29.09.2019 - 16:36 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Pullenreutherin bei Sat.1-Show "The Taste"

Die Kochbücher von Tim Raue und Maria Groß hat Maria Frank bei sich zu Hause stehen. Dass die Pullenreutherin aber einmal bei "The Taste" für die aus dem Fernsehen bekannten Köche etwas zubereiten würde, noch dazu vor laufenden Kameras, hat sie ihrer Tochter zu verdanken.

Maria Frank will es wissen. Die Pullenreutherin tritt am Mittwoch, 2. Oktober, um 20.15 Uhr auf Sat.1 bei „The Taste“ an.
von Hubert Lukas Kontakt Profil

Wenn am Mittwoch, 2. Oktober, um 20.15 Uhr auf Sat.1 die siebte Staffel von "The Taste" anläuft, dann ist Maria Frank mit dabei, sowohl vor als auch auf dem Bildschirm. Die 52-Jährige ist eine von 32 Kandidaten in der ersten Folge, die in den Bavaria Filmstudios in München einen Tag lang um einen Platz in den Teams der Starköche Maria Groß, Tim Raue, Alexander Herrmann und Frank Rosin gekocht haben.

Sie sei ein großer Fan der Sendung, bekennt die Pullenreutherin im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Das wusste auch ihre Tochter, die die Mutter heimlich im Internet für den Kochwettbewerb angemeldet hat. Dass es angesichts von rund 1000 Bewerbern geklappt hat, "hat mich riesig gefreut", berichtet Frank. Als es zur Aufzeichnung der Show in die Landeshauptstadt ging, sei sie "das erste Mal mit Fernsehen in Berührung gekommen. Das war total spannend".

Keine Kochausbildung

Und natürlich entsprechend aufregend. "Man weiß ja, dass Rosin und Co. Koryphäen sind", sagt die 52-Jährige, die selbst "nie eine Ausbildung zur Köchin gemacht" hat. Allerdings betreibt die gelernte Metzgerei-Fachverkäuferin mit ihrer Tochter seit einiger Zeit eine Firma als Event- und Hochzeitsplaner. Von daher sei ihr das Kochen nicht fremd, auch bereite sie privat gerne aufwendige Gerichte für die Familie zu.

Viel Platz dafür hatte sie aber bei "The Taste" nicht. Statt auf einem Teller werden den Coaches die Beträge nur auf einem einzigen Probierlöffel zum blinden Verkosten serviert. Die Vier entscheiden dann, ob der Kandidat in ihr vierköpfiges Team darf. Sind mehrere Juroren vom Ergebnis angetan, darf der Teilnehmer wählen, welcher Mannschaft er angehören möchte.

Am liebsten zu Groß

Frank würde in diesem Fall die Entscheidung leichtfallen: Die Karriere von Maria Groß verfolge sie schon seit längerem, erzählt sie. Daher würde sie am liebsten deren Team angehören. Dass die Thüringerin einer der Coaches sein wird, hat die Oberpfälzerin erst beim Casting erfahren. Aber auch Raue und Herrmann wären "meine Favoriten". Ihre Familie wünscht sich dagegen Rosin, "damit mir mal einer sagt, wo es langgeht", lacht Frank.

Ob einer von ihnen für sie gedrückt hat, darf die Hobbyköchin aber noch nicht verraten. Im Prinzip ist ihr aber jeder recht. "Das sind supertolle Menschen und alle ganz cool", schwärmt sie von den Begegnungen. Mit ihrem Oberpfälzer Dialekt sei die Verständigung schwierig gewesen, da habe es Herrmann als "Franke und sozusagen Nachbar" einfacher gehabt.

Dem Quartett servierte Frank auf ihrem Löffel Rehrücken mit Rotwein-Jus, Maronen-Kokos-Kroketten und Apfel-Blaukraut. Das Rezept dazu hat sie selbst "zusammengebastelt". Alle Zutaten mit einem Warenwert von 50 Euro hat sie selbst einkaufen und mitbringen dürfen.

"Man muss schon sehr kreativ sein, um alle Geschmacksrichtungen eines ganzen Menüs auf einen Löffel zu bringen" und alles gut zu dosieren, weiß die Pullenreutherin nun auch aus eigener Erfahrung. Zudem sollte es noch gut aussehen. Angesichts der Kameras, der Aufregung und der permanenten Anspannung sei dies "schon schwer hinzubekommen". Dass sie im Studio eine Stunde am Herd gestanden hat, weiß sie nicht mehr. Nur so viel: "Die Zeit vergeht wie im Flug."

Und schließlich folgte das Warten auf das Urteil der Coaches in einer Art Aufzug. Diese höre man dort reden und "hofft, dass sie was Gutes sagen". "Man geht geistig alles durch und ist total aufgeregt", erinnert sie sich. "So kenne ich mich gar nicht." Ihr seien in diesen Minuten "1000 Gedanken durch den Kopf gegangen". Auch: "Habe ich das richtige Kleid an oder passen die Schuhe?", muss Frank im Nachhinein schmunzeln. "Aber dann kann man nicht mehr zurück, der Löffel steht dort." Mit der Prüfungssituation seien die anderen 31 Kandidaten unterschiedlich umgegangen. "Manche haben danach gelacht, andere haben geheult. Das war ein Auf und Ab der Gefühle."

Selbst ist sie im Rückblick nicht ganz zufrieden mit ihrem Löffel. "Ich glaube, ich wollte in der kurzen Zeit zu viel. Ich hätte es gerne schöner angerichtet." Ob es dennoch für den Sprung in die nächste Runde mit dann 16 Hobbyköchen gereicht hat, weiß nicht einmal ihre Familie. Alles noch geheim. Auch ihr Mann, Sohn, ihre Tochter, Schwiegertochter und Schwester, mit denen Frank die Sendung anschauen wird, müssen sich bis Mittwoch noch gedulden.

Verraten kann die 52-Jährige dagegen schon jetzt, was sie mit den 50 000 Euro für den Sieger machen würde. "Nach Vietnam oder Thailand reisen. Die Landschaft beider Länder reizt mich sehr. Ich mag das Essen dort und die Leute."

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