17.02.2019 - 11:59 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Schon heiß auf Löschfahrzeug

Drei Brandeinsätze, zwölf technische Hilfeleistungen und eine Sicherheitswache: Die Feuerwehr Pullenreuth war das ganze Jahr 2018 gefordert.

Im Beisein von Kreisbrandmeister Peter Prechtl (von links) und Bürgermeister Hubert Kraus werden in der Jahreshauptversammlung der Pullenreuther Wehr Veronika Rickauer zur Feuerwehrfrau und zweiter Kommandant Andreas Rickauer zum Oberlöschmeister befördert. Es gratulieren Vorsitzender Siegfried Kellner und erster Kommandant Andreas Philipp.
von Autor ÖTProfil

Beste technische Voraussetzungen für künftige Einsätze stünden der Wehr Pullenreuth mit dem neuen Löschfahrzeug LF 10 zur Verfügung, erklärte Kommandant Andreas Philipp in der Jahreshauptversammlung. Dieses werde am Wochenende von Ende Mai/Anfang Juni anlässlich des 145. Jubiläums der Brandschützer mit seiner Weihe der offiziellen Bestimmung übergeben.

Der Kommandant beförderte seinen Stellvertreter Andreas Rickauer zum Oberlöschmeister und Veronika Rickauer zur Feuerwehrfrau. Er erinnerte auch daran, dass bei den Einsätzen rund 250 ehrenamtliche Stunden zusammengekommen waren. Daneben opferten die Aktiven rund 450 Stunden ihrer Freizeit für Übungen und Unterrichtsabende. Ebenso gefordert waren die Atemschutzgeräteträger. Für vier von ihnen stand eine Übung im Brandschutzcontainer in Kemnath auf dem Programm. Darüber gehörten dazu überörtliche Übungen und eine Schulung mit dem Defibrillator.

Ein Mitglied absolvierte die Prüfung für das Basismodul zur modularen Truppausbildung. Weitere Aktive legten den Lehrgang zum Truppführer mit Erfolg ab,ein Brandschützer besuchte den Kurs zum Motorsägenführer. Der Nachwuchs war bei der Prüfung für die Jugendleistungsspange erfolgreich. Weiter legte eine Mannschaft das Leistungsabzeichen im Löschaufbau ab.

Der Kommandant berichtete von der Teilnahme an Veranstaltungen auf Landkreisebene und an der Paketaktion für Rumänien der Kriegskindernothilfe. Er erwähnte auch die Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen wie Faltpylonen, Finanzierung von drei Führerscheinen der für das neue Löschfahrzeug erforderlichen Klasse C sowie Beschaffung eines Mehrzweckanhängers. Hier dankte Philipp der Gemeinde für die bereitgestellten Finanzmittel.

Nicht ohne Stolz ging er auf die Anschaffung des neuen Löschfahrzeugs LF 10 ein. Er erinnerte an Besprechungen zur Ausstattung sowie Beladung und stellte in einer Bildpräsentation den Monatagefortschritt des neuen Einsatzfahrzeuges vor. Am 8. März kann es beim Hersteller in Ulm abgeholt werden. In den kommenden Wochen stehen neben Übungen die Einarbeitung auf das neue Löschfahrzeug im Vordergrund.

Neun Anwärter zählen zum Feuerwehrnachwuchs, war von Jugendwart Franz Rickauer zu erfahren. Zwei von ihnen wechselten altersbedingt zur aktiven Mannschaft, einer schloss sich der Feuerwehr Pilgramsreuth-Langentheilen an. Die Kinder und Jugendlichen besuchten 15 Unterrichts- und Übungsabende. Höhepunkt war die Feuerlöscher-Übung mit dem von Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther bereitgestellten Löschtrainer. Geschult wurden die jungen Wehrmitglieder auch in Erster Hilfe, Digitalfunk, Löschaufbau, Einsatz von Schaummitteln und Anwendung der Tauchpumpe. Mit Erfolg legte der Nachwuchs in Kemnath die bayerische Jugendleistungsprüfung ab.

Glückwünsche zum neuen Löschfahrzeug überbrachte Thomas Müller vom Patenverein der Feuerwehr Pilgramsreuth-Langentheilen. Er dankte für die kameradschaftliche Zusammenarbeit und wünschte immer unfallfreie Einsätze.

Hintergrund:

Wehren technisch auf bestem Stand

Das neue Löschfahrzeug vom Typ LF 10 sei der 2019 Höhepunkt für die Feuerwehr Pullenreuth, unterstrich Bürgermeister Hubert Kraus. In den vergangenen Jahren seien im Gemeindebereich drei neue Löschfahrzeuge angeschafft worden. Damit seien die Floriansjünger „fahrzeugtechnisch“ gut aufgestellt. Die Kommune sei bestrebt, die Ortswehren auf dem besten technischen Stand zu halten. Besonders erfreut war Kraus über das große Engagement des Feuerwehrnachwuchses. Dieser stelle die Einsatzkräfte von morgen dar.

Informationen:

Mit Digitalfunk Jugend begeistern

Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther blätterte in der Statistik und sprach dabei von 1863 Einsätzen im Kreisverband Tirschenreuth. Das seien 166 mehr als im Vorjahr. Die Einsatzstunden summierten sich auf 35 389 (plus 4494). 32 Personen konnten gerettet werden.

Die Wehren seien immer mehr bei Ersthelfereinsätzen gefordert. So mussten zehn Personen erstversorgt werden, wusste der Redner. Er wies darauf hin, dass auch bei den Feuerwehren das digitale Zeitalter angebrochen sei. Dies seien die Stärken der Jugend und bilde Gelegenheit, diese für die Feuerwehr zu begeistern. Abschließend dankte er den Aktiven für ihre Arbeit, dem Feuerwehrverein für die Unterstützung und der Gemeinde.

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