Sommerlesung der Grenzlandschreiber auf der Glasschleif in Pullenreuth

Pullenreuth
04.08.2022 - 09:28 Uhr
Aus neuen und bestehenden Texten haben diesmal bei der Sommerlesung die Autoren und Autorinnen Christina Ponader, Julia Birkner, Marianne Stangl, Erich Neiser, Irmtraud Schicker, Walter Pilsak, Hans Spörrer, Hans G. Lauth und Werner Robl (von links) vorgelesen.

Sonniges Wetter, ein wunderschöner Ort in freier Natur, eine gute und sachverständige Zuhörerschaft und neun Autorinnen und Autoren, die Texte verschiedenster Art vortrugen: Das ist die Bilanz der Sommerlesung, die den Grenzlandschreibern ebenso wie ihrem Publikum viel Freude machte. In der Glasschleif waren wieder vor ausgewähltem Publikum literarische Beiträge verschiedener Art zu hören. Während Julia Birkner (Tirschenreuth) und Christina Ponader (Vohenstrauß) tiefsinnige Geschichten und Gedichte vortrugen, stellte Hans G. Lauth (Wiesau) sein neues Buch „Gegen den Strom“ vor: eine Geschichte seiner Familie, basierend auf der Auswanderung eines Vorfahren im Jahr 1740 aus Luxemburg in das rumänische Banat. Zur Aufheiterung ließ er es sich allerdings nicht nehmen, zwei Nonsens-Gedichte aus dem Tierreich vorzutragen. Die weiteste Anreise zum Lese-Nachmittag hatte Erich Neiser aus Weißenburg in Mittelfranken. Aus seinem Manuskript trug der gebürtige Weidener Gedichte in Schriftsprache und im Nordoberpfälzer Dialekt vor. Amüsante Geschichten, die zum Schmunzeln anregten, haben die Tirschenreutherinnen Irmtraud Schicker und Marianne Stangl verfasst.

Heimatlich wurde es, als Hans Spörrer (Pullenreuth), Werner Robl (Fuchsmühl) und Walter J. Pilsak (Waldsassen) Geschichten und Texte aus ihrem Umfeld vorlasen. Zu Geschichten und Gedichten aus alten Zeiten stellten diese drei Schriftsteller die einheimische Mundart in den Mittelpunkt. Pilsak zeigte bei der Veranstaltung auch seine musikalische Seite: Er umrahmte die Sommerlesung mit Eigenkompositionen auf der Quetsch'n.

Der Leiter der Grenzlandschreiber, Hans G. Lauth, der auch die Moderation übernahm, bedankte sich bei allen Mitwirkenden und den Zuhörern fürs Kommen und die Aufmerksamkeit. Besonderer Dank galt auch der "Steinwaldia" als Gastgeber. Schmunzelnd versprach Lauth am Ende: „Wia samma ned zwider und kumma nächsts Jahr gern wieder.“

 
 

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