"Heruntergespart"

Nicht mit herber Kritik an der Verteidigungspolitik und der Kanzlerin sparte Kreisvorsitzender Thomas Semba bei der Soldatenkameradschaft. Beim aktuellen Zustand der Bundeswehr hegte er Zweifel an deren Einsatzfähigkeit.

von Autor HAIProfil

"Es wird Zeit aufzuwachen und etwas für die Bundeswehr zu tun, sonst machen wir uns lächerlich." Die Lage machte Kreisvorsitzender Thomas Semba bei der Ramlesreuther Kameradschaft an zwei Beispielen deutlich. An der Nato-Großübung "Trident Juncture" im Herbst 2018 in Norwegen konnte die Bundeswehr nur erfolgreich teilnehmen, weil die dafür nötige Ausrüstung erst einmal zusammengesammelt worden war. Die anderen beteiligten Nationen hätten mit der Bundeswehr unter anderem ihre Munition geteilt. "So sehr ist die Truppe mittlerweile heruntergespart worden", kritisierte Semba.

Aus eigenem Erleben schilderte der Kreisvorsitzende eine Begebenheit aus dem Jahr 2016. Während einer dienstlichen Veranstaltung, wunderte er sich, warum beim Schießen mit Handfeuerwaffen keine Maschinengewehre zur Verfügung standen. Auf Rückfrage sei ihm mitgeteilt worden, dass diese für das Bundeswehrkontigent für das Manöver Saber Strike im Baltikum abgegeben werden mussten. All dies belege, dass die Bundeswehr ihren Bündnisverpflichtungen gerade noch so nachkommen könne.

Semba lud schließlich zur Kreisversammlung am 26. April, 19.30 Uhr, nach Unterlind. Beim 130. Jubiläum der SRK Brand am 13. und 14. Juli unter seiner Schirmherrschaft werde das Kreiskriegertreffen am 13. Juli mit einem Festkommers ausgerichtet Beim Kreisschießen sei eine Umstellung der Wettkampfordnung vom Dreistellungskampf hin zu "Stehend aufgelegt" geplant. Der Redner lobte den Vorstand für die reibungslose Mitgliedermeldung an den Kreisverband.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.