05.07.2018 - 14:21 Uhr
Ransbach bei HohenburgOberpfalz

"Eine Kirwa mit allem drum und dran"

Ausnahmezustand im Lauterachtal: Ransbacher feiern mit Tradition.

Gefällig waren auch heuer wieder die einstudierten Kirwatänze in Ransbach rund um den Kirwabaumanschnitt.
von Paul BöhmProfil

(bö) Frisch geräucherte Lauterach-Kirwa-Forellen direkt aus der Selch waren auch heuer wieder ein kulinarischer Leckerbissen auf der Ransbacher Kirwa. Dazu viel Musik, Gaudi und das Kirwabärtreiben am Montag.

Mit großem Zusammenhalt haben die Ransbacher ihr bodenständiges Kirchweihfest gefeiert. Am Freitag wurde der Baum geholt - mit 38 Metern Länge ein gutes Stück größer als der Kirchturm der Dorfkirche. Am Samstag dann hat man die geschmückte Fichte aufgestellt und am Abend machte die Gruppe "Hoarscharf" Stimmung.

In der Filialkirche St. Peter feierte Pfarrer Josef Kanovski aus Utzenhofen zusammen mit der Dorfgemeinschaft und den Kirwapaaren den Sonntagsgottesdienst. Die Jugendformation der Trachtenkapelle Hohenburg unter der Leitung von Anja Paulus übernahm die Gestaltung. Für Unterhaltung am Sonntag sorgten die Roum-Boum und die Hopfenzupfer. Großer Kirwa-Festakt war am Nachmittag das Baumaustanzen mit traditionellen Brauchtumstänzen rund um den Kirwabaum-Stumpf im Festzelt.

Zum neuen Oberkirwapaar wurden Christine Federl aus Ransbach und Michael Wittmann aus dem benachbarten Utzenhofen gekürt. Damit bleibt das Oberkirchweihpaar in der Pfarrei, meinte eine Ransbacherin mit zufriedener Miene. Etwas Besonderes war es auch heuer wieder, dass selbst die Kinder beim Baumaustanzen mit Ehrgeiz und Konzentration dabei waren.

Was sich aber in Ransbach bei Nacht und Nebel und zu besonderen Ereignissen zugetragen hatte, das erfuhren die Gäste in Schnoderhüplform - auch wenn der eine oder andere Refrain mehrere Anläufe brauchte, um unters Volk zu kommen. Da wurde frei weg nach Martina Schwarzmann vom gschisserten Kirwaburschen erzählt, der sein Herz in der Hosentasche herumträgt. Ausdrücklich gewürdigt wurde der Kirwa-Nachwuchs eines ehemaligen Oberkirwamoidls und die besondere Beziehung zur Ortschaft Pettenhofen. Das grüne Dach im Dorf wurde gemeinsam abgegrast und neu angesät. Die abgebrochene Baumspitz im Nachbardorf Utzenhofen wurde schnell zusammengeleimt und sogar der Hohenburger Bürgermeister kam unter die sprichwörtlichen E-Bike-Räder. Der Wettlauf mit dem Postauto wurde vorgetragen und die nächtliche Zechtour genau beleuchtet.

Von Heimhof über Hohenburg, Allersburg Utzenhofen und Pettenhofen waren die Kirwaschnoderhüpflsammler heuer wieder unterwegs gewesen, um zugkräftige Begebenheiten zusammenzutragen.

Beim Baumaustanzen waren auch schon die jungen Kirchweihpaare der kommenden Generation mit dabei.

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