10.10.2018 - 16:54 Uhr
RegensburgOberpfalz

65-Jähriger vor Gericht: Verging sich "lieber Opa" jahrelang an seiner Enkelin?

In Regensburg steht ein 65-Jähriger Mann vor Gericht. Er soll sich mehrmals an seiner Enkelin vergangen haben. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe.

Das Strafgesetzbuch
von Autor AHSProfil

(ahs) Seit Dienstag muss sich ein 65 Jahre alter Kraftfahrer aus Regensburg vor dem Jugendschöffengericht Regensburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt ihm acht tatmehrheitliche Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern, in einem Fall in Tateinheit mit Sichverschaffen von kinderpornografischen Schriften, zu Last. Zum Prozess hat das Gericht eine Kinder- und Jugendpsychologin als Sachverständige hinzugezogen, die über die vermeintliche Geschädigte ein Glaubhaftigkeitsgutachten erstatten soll.

Dem Anklagesatz zufolge gehen die Vorwürfe bis in das Jahr 2012 zurück. Bis in das Jahr 2016 hinein soll sich der Angeklagte mindestens acht Mal an seiner Enkelin vergangen haben, die regelmäßig und häufig bei ihm übernachten durfte. Angefangen hat es nach dem elften Geburtstag des Mädchens, als sie ihren - bis dahin "lieben" - Opa fragte, wie ein Zungenkuss funktioniere. Statt es ihr zu erklären, soll der Angeklagte die Situation ausgenutzt haben, um ihr selbst einen Zungenkuss zu geben. Im Laufe der Zeit soll er die Intensität der sexuellen Handlungen gesteigert haben bis hin zu Berührungen mit der Hand und dem Mund an den Brüsten und im Schambereich des Kindes. Ein einem Fall soll er dabei ein Video angefertigt haben. Der Angeklagte wehrte sich gegen die Vorwürfe: "So was tu ich nicht." Er habe mit seinen Enkeln immer nur kindtypisch gespielt. Der Prozess dauert an.

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