19.06.2018 - 07:36 Uhr
RegensburgOberpfalz

Blindgänger explodiert

Eine Granate explodiert und verletzt fünf Jugendliche: BRK-Bereitschaften und Feuerwehr üben in Regensburg den Ernstfall.

BRK-Bereitschaften und Feuerwehren üben in Regensburg den Ernstfall.
von Alexander AuerProfil

Rauch dringt aus dem dichten Gebüsch, Schreie sind zu hören. Nahe dem Walderlebnis-Zentrum Regensburg spielte sich am Montagabend ein größerer Einsatz an Rettungskräfte ab. Glücklicherweise handelte es sich nur um eine sehr realistische Übung. Simuliert war eine Explosion durch eine gefundene Granate, die fünf Personen mitten im Wald teils schwer verletzte. Dass Granaten von Wanderern oder Pilzsuchern gefunden werden, kam in letzter Zeit häufig vor. Passiert ist im Landkreis Regensburg bisher aber zum Glück nichts. Wer Munition findet, sollte sie nicht anfassen und sofort die Polizei informieren.

Im Walderlebnis-Zentrum aber trainierten die BRK-Bereitschaften aus Nittendorf/Deuerling und Sinzing/Prüfening sowie die Freiwillige Feuerwehr aus Schönhofen trainierten, was zu tun ist, sollte ein Blindgänger in die Luft gehen. Fünf Jugendliche wurden bei dem Auffinden einer angenommenen Granate schwer verletzt, nachdem diese explodiert war. Die Mitarbeiter des Walderlebniszentrum hatten dankenswerterweise ihr Areal im Wald für die Übung zur Verfügung gestellt und halfen bei der Einsatzübung selbst tatkräftig mit. So leisteten mehrere Mitarbeiter bei den verletzten Jugendlichen erste Hilfe, bis zum Eintreffen der ersten Einsatzkräfte im Wald. Teilweise mit einer Schleifkorbtrage und Vakuummatratzen wurden die verletzten Jugendlichen von den Kräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes gemeinsam aus dem Gefahrenbereich transportiert, versorgt und schlussendlich stabilisiert in die RTWs verladen zum Abtransport ins Krankenhaus. Die Kräfte der Feuerwehr Schönhofen löschten zudem den durch die Explosion ausgelösten angenommenen Brand im Wald mit einer Kübelspritze und einer verlegten Schlauchleitung.

Die fünf verletzten Jugendlichen konnten so schnell in Sicherheit gebracht werden, von den tatkräftigen Helfern des Walderlebniszentrum erst versorgt werden und anschließend rasch von den beiden Bereitschaften des Roten Kreuzes zum Weitertransport ins Krankenhaus stabilisiert werden.

Einsatzkräfte üben den Ernstfall

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