21.02.2021 - 11:36 Uhr
RegensburgOberpfalz

DNA-Reihenuntersuchung in Regensburg

Die Polizei in Regensburg fahndet nach einem mutmaßlichen Vergewaltiger. Eine DNA-Reihenuntersuchung soll helfen, den Täter zu finden.

Die Polizei fahndet nach einem Unbekannten. DNA-Reihenuntersuchungen sollen ein Ergebnis bringen
von Alexander Unger Kontakt Profil

Ein bisher Unbekannter hat am Abend des 2. November 2020 im Regensburger Donaupark eine junge Frau unter Vorhalt eines Revolvers überfallen und sexuell missbraucht. Zur Aufklärung dieser und möglicher damit in Verbindung stehender Taten, hat die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg die „Ermittlungsgruppe (EG) West“ eingerichtet.

DNA-Reihenuntersuchung

Die Kriminalpolizei Regensburg hat eine DNA-Spur gesichert und ordnet sie dem Täter zu. Das Amtsgericht Regensburg hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg eine DNA-Reihenuntersuchung angeordnet. Diese soll laut Polizei unter Berücksichtigung der Täterbeschreibung – bei rund 200 Personen – helfen, den Mann zu finden. "Die zur Abgabe einer Speichelprobe aufgeforderten Männer hatten in einem bestimmten Zeitraum einen Bezug zur näheren Umgebung der Tatorte", berichtet Polizeisprecherin Franziska Meinl.

Die Teilnahme an der DNA-Reihenuntersuchung ist freiwillig. Das bayerische Landeskriminalamt wertet die anonymisierten Speichelproben aus. Polizeisprecherin Franziska Meinl.: "Ein Abgleich mit anderen Fällen oder eine Speicherung in der DNA-Datenbank erfolgt nicht. "

Nach der Vergewaltigung einer jungen Frau in Regensburg prüft die Polizei einen möglichen Zusammenhang mit zwei weiteren Taten

Regensburg

Zwei Vorfälle in kurzer Zeit

Wie die Polizei informiert, meldete sich eine weitere Frau bei der Regensburger Polizei. Die 24-Jährige teilte mit, dass sie am Montag, 26. Oktober 2020, gegen 22 Uhr, von dem Unbekannten an der Bushaltestelle am Rennplatz, nahe dem Rennplatz-Zentrum (Franz-von-Taxis-Ring), angesprochen worden wäre. Nach dem Gespräch ging die Frau weiter mit ihrem Hund Gassi und der Unbekannte verfolgte sie.

Auf einem Fußweg zwischen dem Münzerweg und der Dr.-Leo-Ritter Straße habe sie der Mann plötzlich mit einer Waffe bedroht und sie in unsittlicher Weise berührt. Dann entfernte sich der Mann in unbekannte Richtung. Auffällig sei die gelbfarbene Jacke gewesen, die der als äußerst schlank beschriebene Mann an diesem Tag trug.

Fahndungsplakat der Polizei (PDF)

Beschreibung des unbekannten Täters:

  • männlich
  • dunkelhäutig, schwarzes, krauses Haar
  • ca. 20 bis 35 Jahre alt
  • ca. 165 -175 cm groß und schlank
  • sprach Deutsch mit Akzent
  • hatte einen silber/grau/chromfarbenen Revolver dabei
  • Unterwegs mit einem dunklen Fahrrad mit Reflektoren („Katzenaugen“) in den Speichen

3000 Euro Belohnung

Das Bayerische Landeskriminalamt hat für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters vom 2. November 2020 führen, eine Belohnung in Höhe von 3000 Euro ausgesetzt, die unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt wird. Die Belohnung ist für Privatpersonen und nicht für Amtsträger, zu deren Berufspflichten die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt. Auf Wunsch wird durch die Staatsanwaltschaft Regensburg die Vertraulichkeit geprüft. Sämtliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0941/506-2888 entgegen.

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