07.03.2019 - 18:57 Uhr
RegensburgOberpfalz

Endlich eine zentrale Notaufnahme am Bezirksklinikum Regensburg

Das Bezirksklinikum in Regensburg übernimmt eine Vorreiterrolle. Das besondere ist die Ausstattung der neuen Notaufnahme.

Die neue zentrale Notaufnahme stellten (von links) Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Stationsleiter Alexander Klemz, die leitende Oberärztin Dr. Dagmar Steffling und Medbo-Chef Helmut Hausner vor.
von Hanna Gibbs Kontakt Profil

Das Suchen hat ein Ende. Bisher mussten Rettungssanitäter teils verschiedene Stellen am Bezirksklinikum Regensburg anfahren, um die richtige Fachabteilung für den Patienten zu finden. Ab sofort kommen alle Patienten in der neuen zentralen Notaufnahme an. Fachleute entscheiden dort über die Diagnose und die Therapie.

"Das ist ein Quantensprung", freute sich Bezirkstagspräsident Franz Löffler am Mittwoch bei der Vorstellung der interdisziplinären Notaufnahme. Gerade bei älteren Patienten mit verschiedenen Symptomen sei oft nicht gleich klar, ob sie in der Neurologie, in der Psychiatrie oder in der Altersmedizin am besten aufgehoben sind. Deshalb sei die Zusammenführung der bisher getrennten Aufnahmen ein wichtiger Schritt.

Löffler betonte, dass das Bezirksklinikum hier eine Vorreiterrolle einnehme. Während an somatischen Krankenhäusern eine interdisziplinäre Notaufnahme Standard sei, sei die Zusammenlegung der Kompetenzen aus Neurologie, Psychiatrie und Geriatrie neu.

Rund 50 Menschen aus einem Umkreis von bis zu 100 Kilometer werden am Bezirksklinikum Regensburg täglich aufgenommen. Im Schnitt zwei davon kommen direkt in den Schockraum für lebensbedrohliche Notfälle. 24 Stunden sieben Tag die Woche stehen hier Neurologen, Psychiater, Geriater, Internisten und Anästhesisten bereit.

An der Spitze des 29-köpfigen Teams aus Ärzten und Pflegekräften steht die neue leitende Oberärztin Dr. Dagmar Steffling. Sie koordiniert in der zentralen Notaufnahme das Zusammenwirken der drei Fachbereiche und ergänzt es als erfahrene Notärztin und Anästhesistin um den Aspekt der allgemeinen Notfallmedizin. "Im Schockraum können wir die Patienten bereits intensivmedizinisch versorgen", erklärte Steffling. Beatmungsmaschinen stünden genauso bereit wie ein Transportturm. Ein Schlaganfallpatient etwa könne so umgehend zur Entfernung eines Blutgerinsels im Kopf in einen OP-Saal gefahren werden. Neben dem Schockraum gebe es sieben weitere Behandlungsräume.

Die Mitarbeiter der zentralen Notaufnahme seien zum Teil aus dem Personal rekrutiert worden, zum Teil sei auch neu eingestellt worden, sagte Helmut Hausner, Chef der Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz (Medbo). 350 000 Euro habe die zusätzliche Ausstattung gekostet. Für Hausner ist das eine "preiswerte" Lösung, weil Bestandsräume genutzt werden konnten. Er sprach von einem "Freudentag".

 

 

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