Regensburg
06.02.2026 - 13:44 Uhr

IHK Regensburg sieht keine breiten Aufschwungssignale für 2026

Die IHK Regensburg sieht zum Jahresbeginn 2026 keine Anzeichen für einen breiten wirtschaftlichen Aufschwung in der Region. Leichte Aufwärtssignale sind erkennbar, doch die Herausforderungen bleiben.

Die Wirtschaftslage in der Region Oberpfalz und Kelheim stagniert zu Beginn des Jahres 2026, wie der Konjunkturbericht der IHK Regensburg für Oberpfalz und Kelheim zeigt. Die Umfrage, an der 280 Unternehmen teilnahmen, ergab laut Pressemitteilung, dass es keine breiten Aufwärtstrends gibt. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes und IHK-Präsident Christian Volkmer stellten die Ergebnisse vor. Es gibt jedoch verhalten positive Signale: Die heimische Industrie verlässt langsam den negativen Bereich, und in Handel, Tourismus und Dienstleistungen überwiegt eine positive Geschäftslage. Im Hotel- und Gaststättengewerbe sorgten Urlaubsreisende und die Weihnachtssaison für Umsätze. Die erwartete Erholung des Baugewerbes bleibt jedoch aus.

Politische Impulse fehlen

Der IHK-Präsident Christian Volkmer kritisiert, dass das Konjunkturprogramm der Bundesregierung bislang keinen spürbaren Einfluss auf die regionalen Unternehmen habe. Zudem steigen die Belastungen durch höhere Energiepreise. 32 Prozent der Industriebetriebe sehen darin ein erhebliches Geschäftshemmnis. Viele Unternehmen sind enttäuscht, da die Politik trotz klarer Signale die wirtschaftliche Realität verkenne und sich auf hohen Staatsausgaben ausruhe. Notwendige Reformen, etwa bei der Kranken- und Rentenversicherung, würden nicht angegangen.

Träges Auslandsgeschäft

Das Auslandsgeschäft zeigt wenig Dynamik. Bestelleingänge aus China und der Eurozone sind rückläufig, während Absatzmärkte in Afrika sowie im Nahen und Mittleren Osten zulegen. Die geopolitische Lage bleibt instabil, und das Auslandsgeschäft ist geprägt von Protektionismus, Handelshemmnissen und Zöllen. In der Industrie berichten 16 Prozent der Unternehmen über erhebliche und 29 Prozent über teilweise Einschränkungen ihrer Geschäftsabläufe. Das Mercosur-Abkommen wird von vielen als Hoffnungsträger für die Märkte in Süd- und Mittelamerika gesehen, doch die EU verschleppt das Abkommen, was die Wirtschaft belastet.

Optimismus in der Region

Die Erwartungen der regionalen Unternehmen steigen zum Jahresbeginn an, ähnlich wie in den Vorjahren, erklärt IHK-Konjunkturexpertin Sibylle Aumer. Während die Industrie skeptisch bleibt, sind Dienstleister optimistisch. Der Negativtrend im Wohnungsbau ist gestoppt, und 15 Prozent der Unternehmen im Bauwesen rechnen mit mehr Aufträgen. Dienstleister, Handel und Tourismus planen mehr Investitionen. Trotz einer Besserung des Investitionsklimas fehlt jedem zehnten Unternehmen die notwendige Liquidität. Der Anteil der Betriebe, die künftig in der Finanzierung Risiken sehen, steigt von zehn auf 14 Prozent. Die Erhöhung des Mindestlohns führt zu einer Verschiebung des Lohngefüges nach oben.

Diese Meldung basiert auf Informationen der IHK Regensburg und wurde mit Unterstützung durch KI erstellt.

 
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