Regensburg
17.03.2020 - 17:36 Uhr

Regensburger Kinderklinik St. Hedwig meldet Coronafall

Eine große Sorge ist, dass sich Klinikmitarbeiter mit Corona infizieren. Schlechte Nachrichten gibt es jetzt von Kinderklinik St. Hedwig.

Eine Hebamme untersucht im Rahmen der Vorsorge eine Schwangere (gestellte Szene). Bild: Julian Stratenschulte
Eine Hebamme untersucht im Rahmen der Vorsorge eine Schwangere (gestellte Szene).

Die Klinik St. Hedwig in Regensburg hat am Dienstag bekannt gegeben, dass mehrere Hebammen der Kinderklinik positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Insgesamt sind 15 Mitarbeiter infiziert. Die Geburtshilfe soll unter strengen Hygienemaßnahmen weiterlaufen. Zunächst war eine Hebamme, die in der Klinik St. Hedwig arbeitet, am Montag positiv auf COVID-19 getestet worden. Wie die Barmherzigen Brüder am Dienstag in Regensburg mitteilten, hatte die Frau in Tirol Urlaub gemacht, bevor bekannt wurde, dass es sich um ein Risikogebiet handelt. Zwei Tage nach ihrer Rückkehr bemerkte sie leichte Symptome und meldete sich krank.

Ab diesem Verdachtsmoment trugen laut Klinikum alle Kontaktpersonen zum Schutz von Patienten und Kollegen eine Mund-Nasen-Schutz-Maske und wurden aufgefordert, im Falle von Symptomen zu Hause zu bleiben. "Wir nehmen die Situation ernst, haben sofort reagiert und umfassende Maßnahmen eingeleitet", sagt Klinikgeschäftsführerin Sabine Beiser.

Alle Mitarbeiter des Kreißsaals, alle Hebammen sowie alle Ärzte der Abteilung wurden umgehend auf Covid-19 getestet. Bei mehreren Mitarbeitern war der Test positiv. Alle positiv getesteten Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne. Sie zeigen keine bis leichte Symptome einer Coronavirus-Infektion. Momentan werden die Kontakte der Mitarbeiter zu Eltern geprüft, da diese möglicherweise häusliche Quarantäne einhalten müssten. Die Entscheidung trifft das Gesundheitsamt.

"Wir kümmern uns intensiv um alle Familien, die Kontakt mit einem betroffenen Mitarbeiter in unserer Klinik hatten", sagt Professor Michael Kabesch, Ärztlicher Direktor. Die Klinik befände sich im ständigen Austausch mit dem Gesundheitsamt. Die Klinik-eigenen Hygieneexperten stellen Kabesch zufolge die Sicherheit und den Schutz von Patientinnen und Mitarbeitern vor einer Corona-Infektion sicher. Die medizinische Versorgung sei weiter gewährleistet.

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