Reuth bei Erbendorf
14.02.2024 - 15:56 Uhr
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Baugebiet in Reuth: Erschließungskosten bei knapp 90 Euro pro Quadratmeter

Der Gemeinderat Reuth hat jüngst die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet "Gartenäcker" in Reuth beschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf mehr als 900.000 Euro.

von fks
Am Ortseingang von Reuth entsteht das neue Baugebiet "Gartenäcker". Nun wurden die Erschließungsarbeiten vergeben. Bild: fks
Am Ortseingang von Reuth entsteht das neue Baugebiet "Gartenäcker". Nun wurden die Erschließungsarbeiten vergeben.

Die Erschließung des Baugebietes am Ortseingang von Reuth wird schon bald beginnen können. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass die Firma Schaumberger aus Mitterteich damit beauftragt werden soll. "Insgesamt haben wir 23 Firmen angefragt", berichtete Bürgermeister Werner Prucker. "9 haben abgesagt und 8 haben ein Angebot abgegeben."

Nach der vergaberechtlichen Prüfung durch das Ingenieurbüro Münchmeier-Eigner aus Erbendorf sprach sich der Gemeinderat für das insgesamt wirtschaftlichste Angebot aus. "Wir haben mit der Firma Schaumberger bereits gute Erfahrungen gemacht", begründete Fraktionssprecher Albert Bader (Freie Wähler) seine Zustimmung. Die beiden anderen Fraktionen, SPD und CSU, schlossen sich dieser Meinung an.

Der Bürgermeister bemerkte abschließend, dass die gesamten Erschließungskosten rund 910.000 Euro betragen werden. "Bei einer Gesamtfläche von 10.260 Quadratmetern haben wir in einer ersten Überschlagsrechnung Kosten von 88,69 Euro je Quadratmeter", sagte Prucker. Nach Abschluss aller Arbeiten könne dann eine präzise Zahl berechnet werden.

Beratung zur Elektrifizierung

Die geplante Elektrifizierung der Bahnstrecke von Regensburg bis Marktredwitz beschäftigte erneut den Gemeinderat. Um professionelle Unterstützung bei künftigen Planungen zu bekommen, wird die Gemeinde die Beraterin Pia Köstlinger beauftragen, mit ihrer Expertise zum Eisenbahnkreuzungsgesetz beispielsweise Einwendungen der Kommune oder technische Fragestellungen zu begleiten. Stefan Adam (CSU) fand es sinnvoll, sich bei diesem Thema extern beraten zu lassen: "Es kommt ganz oft auf die richtige Formulierung an", stimmte er dem Antrag im Namen seiner Fraktion zu. Bürgermeister Prucker berichtete zum Planungsstand der Elektrifizierung, dass eine Kostenschätzung für den Trassenausbau zunächst für Ende des Jahres zu erwarten war. Allerdings wisse er aktuell nicht, ob es zu weiteren Verzögerungen kommen wird: "Im Neuen Tag war zu lesen, dass die Finanzierung für den Ausbau noch nicht gesichert ist." Er werde den Gemeinderat auf dem Laufenden halten.

Photovoltaik bei Stockau

Das Gremium beschloss, zwei Bauvorhaben zuzustimmen. So wurde die Gemeinde als Träger öffentlicher Belange zur Stellungnahme für eine geplante Photovoltaik-Freiflächenanlage bei Stockau gebeten. Bei Sichtung der Unterlagen ergaben sich keine Bedenken. Auch wurde eine Satzung für die Errichtung einer Photovoltaikanlage "Bärenhaut" im Gemeindegebiet Reuth beschlossen. Die Einwendungen verschiedener Träger öffentlicher Belange wurden im Bebauungsplan und der Satzung entsprechend übernommen.

Überprüfung von Brücken

Die bevorstehende Überprüfung der Brücken im Gemeindegebiet Reuth wird an das Ingenieurbüro K+U GmbH vergeben. Dieses Unternehmen ist schon mit den bisherigen Prüfungen betraut, hieß es. Der Auftrag konnte aufgrund der geringen Kosten (unter 10.000 Euro netto) ohne Ausschreibung vom Gemeinderat vergeben werden. Zu prüfen sind Brücken in Röthenbach und Eschldorf.

Kühlanhänger beantragt

Beantragt hat die Gemeinde Reuth die Förderung eines zweiachsigen Kühlanhängers und eines Durchlaufkühlers über das Regionalbudget der Steinwald-Allianz. "Ob und welche Förderung wir bekommen werden, wird noch entschieden", schloss Prucker die Sitzung.

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