12.02.2020 - 12:01 Uhr
Reuth bei ErbendorfOberpfalz

Handlungsfähig bleiben

Die Bautätigkeit in Reuth bei Erbendorf nimmt Fahrt auf. Auf der Tagesordnung in der Gemeinderatssitzung stehen die Fortschreibung des Haushaltskonsolidierungskonzeptes sowie die Grundsteuer B – aus gutem Grund

Im Reuther Baugebiet "Beckenacker II" herrscht rege Bautätigkeit.
von Autor ANGProfil

Um weiterhin in breitem Umfang handlungsfähig zu bleiben, versucht die Gemeinde auch in diesem Jahr wieder, in den Genuss einer Stabilisierungshilfe zu gelangen. Für die Beantragung muss sie dafür auch gewisse Vorgaben erfüllen, wie die Fortschreibung des bestehenden Haushaltskonsolidierungskonzeptes.

Die Forderung umfasst auch die Anhebung der Grundsteuer B von 350 auf 360 Prozentpunkte. Die Fraktionssprecher waren sich einig, dass diese Anhebung für den einzelnen Bürger nur einen geringen Mehrbetrag ausmache, die Stabilisierungshilfe aber für die Gesamtheit eine unverzichtbare Summe darstelle. Maßnahmen, wie der geplante Kauf und die Revitalisierung der Metzgerei Bauer, wären in diesem Umfang nicht zu bewältigen.

Neuer Satzungsentwurf

Zu den Voraussetzungen der Gewährung der finanziellen Hilfe zählt im weiteren Sinne auch eine Feststellung der staatlichen Rechnungsstelle, die eine regelmäßige Kalkulation der Beitrags- und Gebührensatzungen fordert. Spätestens im Turnus von drei Jahren seien die Sätze neu zu ermitteln und festzusetzen.

Bezüglich des Wassers beschlossen die Gemeinderäte einen neuen Satzungsentwurf, der rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres in Kraft tritt, die Abwassergebührensatzung kann erst nach der Abrechnung der Kläranlageertüchtigung voraussichtlich im zweiten Quartal folgen. Die genauen Satzungstexte mit den entsprechenden Gebühren und Beiträgen werden auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht.

Um bei der oben erwähnten Maßnahme (Metzgerei Bauer) keine unnötige Zeit zu verlieren, empfahl das beauftragte Planungsbüro Steidl, den Ist-Zustand der Gebäude digital zu erfassen, da für das Anwesen keine Bestandspläne vorhanden sind. Im Zuge einer Eilentscheidung stimmte Bürgermeister Werner Prucker vorab der Empfehlung des Büros der Vergabe an das Vermessungsbüro Janka in Schwandorf zu. Die Gemeinderäte waren geschlossen der Meinung, dass die Entscheidung ihres Vorsitzenden dringend erforderlich war und segneten dessen Vorgehen nachträglich einstimmig ab. Außerdem erwähnte Prucker, dass die Planer zwecks späterer Nutzungsdetails bereits in regem Kontakt mit dem künftigen Pächter stehen.

Als positives Zeichen wertete das Ratskollegium die Aktivitäten auf dem Bausektor. Erfreulich sei, dass im Erweiterungsbereich des Reuther Baugebiets "Beckenacker II" nur noch vier Parzellen zu verkaufen sind und auch die letzte Lücke in der Waldstraße 4 geschlossen wird. Dort plant ein Paar aus Premenreuth ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage, dem Bauantrag gaben die Gemeinderäte grünes Licht.

Fischzucht und Stellplätze

Auch weitere Bauanträge wurden genehmigt: Ein Bürger beabsichtigt auf seinem Grundstück in Premenreuth die Errichtung eines mit Hackschnitzel befeuerten Blockheizkraftwerkes zur Selbstversorgung mit Wärme und Strom sowie die Eingabe eines bestehenden Gebäudes zur teilweisen Umnutzung für die Zucht von Zierfischen. Wegen dieser Zucht soll zudem ein bestehendes Gebäude abgebrochen werden und ein Neubau an gleicher Stelle erfolgen.

In Klausen plant ein Bauherr auf einem Areal von 40 mal 20 Metern eine Unterstellhalle in Verbindung mit acht Pkw-Stellplätzen. Letztendlich gab es das gemeindliche Einvernehmen auch für ein Paar zum Anbau eines Wintergartens.

Info:

Gemeinderatssplitter

Nur planungsrechtlichen Charakter hatte die Zustimmung zum Anliegen der Stadt Windischeschenbach, die im beschleunigten Verfahren ihren Bebauungsplan "Eggerten" zu ändern beabsichtigt.

In Anlehnung benachbarter Kommunen wurde für die Kommunalwahlen am 15. März das Erfrischungsgeld für die Wahlhelfer an den Urnen auf 50 Euro und der Briefwahl auf 40 Euro festgesetzt, bei einer eventuellen Stichwahl zwei Wochen später 30 beziehungsweise 25 Euro. Gut, dass sich noch genügend Wahlhelfer bereitfinden, den doch erheblichen Zeitaufwand bei relativ geringer Entlohnung in Kauf zu nehmen, waren sich die Räte einig.

Vom TSV Reuth lag ein Antrag auf Übernahme einer Ausfallbürgschaft vor. Der Verein benötigt für die Renovierungs- und Umbauarbeiten am Sportheim einen Vereinskredit von 25 000 Euro. Für die Bewilligung fordert die örtliche Raiffeisenbank als Kreditgeber einen Bürgen, das Gremium kam dem Anliegen der TSV-Führung einstimmig nach.

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