20.12.2019 - 09:47 Uhr
Reuth bei ErbendorfOberpfalz

Junger Pächter steht bereit

Es gibt Hoffnung zum Erhalt von Metzgerei und Gastwirtschaft in Premenreuth. Die Gemeinde Reuth schafft die notwendigen Voraussetzungen.

Vor zwei Jahrzehnten übernahmen Franz und Zita Bauer die Metzgerei Übelacker in Premenreuth. Nach ihrer Geschäftsaufgabe im kommenden Jahr will die Gemeinde das Gebäude kaufen, sanieren und den alteingesessenen Betrieb mit Gastwirtschaft revitalisieren.
von Autor ANGProfil

Nachdem Bürgermeister Werner Prucker bereits im November die Besucher der Bürgerversammlung mit der für alle überraschenden, aber erfreulichen Mitteilung konfrontierte, dass die Gemeinde nach der Geschäftsaufgabe der Familie Bauer im kommenden Jahr die Revitalisierung der Metzgerei und Gaststätte im Auge hat, schuf der Gemeinderat in seiner Jahresabschlusssitzung dazu die ersten Voraussetzungen. Geplant ist der Ankauf des gesamten Areals Falkenberger Straße 2 durch die Gemeinde. Nach der Sanierung mit Unterstützung durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) folgt eine eine Verpachtung. Ein künftiger Betreiber steht dabei schon in den Startlöchern, entsprechende Vorverträge sind bereits unterzeichnet.

Intensive Gespräche

Die Weichen in diese Entwicklung wurden bereits im Herbst gestellt, als Franz und Zita Bauer die Gemeinde von ihrer Absicht informierten, sich aus Altersgründen nach 20 Jahren aus Premenreuth wieder in Richtung alter Heimat nach Niederbayern zu verabschieden und sie selbst noch keinen Kaufinteressenten für die Nachfolge fanden. In intensiven Gesprächen zeichnete sich die Möglichkeit ab, dass die Gemeinde mit ALE-Mitteln das Vorhaben schultern könnte. Voraussetzung für eine ALE-Förderung ist die zeitnahe Erstellung eines Verkehrswert-Gutachtens; nur der so festgestellte Wert ist als Kaufpreis förderfähig. Die Gemeinde beauftragte das Büro von Diplom-Ingenieur Karl-Heinrich Voh in Fuchsmühl mit der Erstellung des Gutachtens, der Angebotspreis dafür bewegt sich um die 3000 Euro plus Mehrwertsteuer.

Im November wurde bei zehn Architekturbüros zwecks einer Interessenbekundung über die Erstellung eines Entwicklungkonzeptes für die Revitalisierungsmaßnahme angeklopft. Von den sieben Interessierten haben schließlich sechs nach einer zuvor erfolgten Vor-Ort-Besichtigung ein Angebot mit Leistungssätzen unterbreitet. Beim Ortstermin konnte auch der künftige Pächter seine Vorstellungen mit einbringen. Bei der Auftragsvergabe einigten sich die Gemeinderäte auf das Planungsbüro Steidl aus Neunburg vorm Wald, wobei neben den guten Referenzen die zeitnahe Zusage absolut eine tragende Rolle spielte. Das Gremium beauftragte den Bürgermeister nach vorliegender Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn durch das Amt für Ländliche Entwicklung zum Vertragsabschluss für die Leistungsphasen eins bis drei.

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