Zu Beginn der Gemeinderatssitzung der Gemeinde Reuth gedachten die Mitglieder dem verstorbenen 2. Bürgermeister Johann Neugirg von den Freien Wählern, der am 19. Januar gestorben ist. Aufgrund seines Todes musste ein Nachfolger als Gemeinderat und ein neuer 2. Bürgermeister gewählt werden. Dies ist nach der Gemeindeordnung erforderlich, auch wenn die neuen Amtsinhaber nur bis zum 30. April im Amt sein werden. Ab dem 1. Mai tritt der neue Gemeinderat nach den Kommunalwahlen sein Amt an.
Elisabeth Zeitler aus Letten wurde einstimmig als Nachfolgerin in den Gemeinderat gewählt. Für die Wahl des 2. Bürgermeisters gab es zwei Kandidaten: Albert Bader von den Freien Wählern und Helmut Stefan Neugirg von der CSU. In geheimer Abstimmung setzte sich Albert Bader mit 8 zu 5 Stimmen gegen Neugirg durch. Anschließend vereidigte Bürgermeister Werner Prucker sowohl Elisabeth Zeitler als neue Gemeinderätin als auch Albert Bader als neuen 2. Bürgermeister. Beide beendeten ihren Eid mit „so wahr mir Gott helfe!“
Weiterer Nachtrag notwendig
Ein Tagesordnungspunkt in der Sitzung war ein weiterer Nachtrag zum Gewerk Lüftungstechnik beim Neubau der Metzgerei/Gasthaus in Premenreuth. Dabei wurde klar, dass dies nicht der erste Nachtrag bei diesem Bau ist. Helmut Stefan Neugirg kritisierte erneut: „Je mehr Nachträge wir bei diesem Gewerk beschließen, desto mehr wird mir klar, dass der Planer seiner Aufgabe nicht gewachsen war.“ Nichtsdestotrotz wurde der Nachtrag für das Gewerk Lüftungstechnik, das Mehrkosten von 22.220,75 Euro beinhaltet, einstimmig bewilligt. Einstimmig wurde auch der Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage, das in der Gemarkung Röthenbach bei Escheldorf entstehen soll, genehmigt.
Bürgermeister Werner Prucker teilte dem Marktrat mit, dass der bisherige Pritschenbus (immerhin 16 Jahre alt) des Bauhofs in die Jahre gekommen sei. Instandsetzung und Unterhalt stünden in keinem Verhältnis mehr. Er schlug deshalb vor, ein neues Fahrzeug mit Doppelkabine für den Bauhof anzuschaffen. Die Verwaltung hatte dazu acht Firmen angeschrieben. Letztendlich einigte sich der Gemeinderat einstimmig darauf, einen neuen Toyota ProMax vom Autohaus Kreinhöfner in Windischeschenbach anzuschaffen. Die Kosten für dieses Fahrzeug belaufen sich auf 36.137,72 Euro brutto. Dieses Fahrzeug hat bis zu 15 Jahre Garantie bei einer Laufleistung von 250.000 Kilometern.
Öko-Ausgleichsflächen fehlen
Umfangreicher war die Thematik zur geplanten Elektrifizierung der Bahnstrecke Marktredwitz–Regensburg. Das Eisenbahn-Bundesamt hat dazu an die Gemeinde als Träger öffentlicher Belange ein Schreiben wegen des laufenden Scoping-Verfahrens über den Untersuchungsrahmen zur Umweltverträglichkeitsprüfung geschickt. Bei der Durchsicht dieses Schreibens hat Gerhard Streibelt von der Verwaltung festgestellt, dass zum Teil Öko-Ausgleichsflächen im Kartenwerk gar nicht enthalten seien.
Dies gelte auch für den Überflutungs-, Rückstau- und Ablaufbereich. Zudem sei nicht erkennbar, ob der brütende Seeadler und der Schwarzstorch im Bereich Rechenlohe-Wiesau berücksichtigt worden seien. Auch was die Niederschlagsdurchlässe und den Mischwasserdurchfluss anbelange, gebe es Klärungsbedarf. Nachfragen gebe es auch noch wegen der Emissionsbelastung, sprich Schallschutzwände. Streibelt habe wegen dieser Sache auch schon das Landratsamt informiert. Letztlich einigte sich der Gemeinderat darauf, dass die Verwaltung alle Einwände der Gemeinde zur Nachprüfung dem Eisenbahn-Bundesamt übermittelt. Abschließend wies Bürgermeister Werner Prucker darauf hin, dass in Reuth gegenüber der Brauerei ein Altkleider-Container aufgestellt wurde.
Albert Bader
- Seit 20 Jahren für die Freien Wähler im Gemeinderat
- 55 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder
- Von Beruf Elektromeister
- Mitglied bei der Feuerwehr Röthenbach, dem TSV Reuth, der Siedlergemeinschaft Reuth-Premenreuth und der Blaskapelle Reuth















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