„Wir starten heute eine Maßnahme, die für unsere kleine Gemeinde eine finanzielle Herausforderung darstellt“, betonte Bürgermeister Werner Prucker beim offiziellen Spatenstich an der künftigen Baustelle. Die Kosten dafür bezifferte er auf rund 660 000 Euro. Gefördert wird die Maßnahme, die Mitte 2019 abgeschlossen sein soll, mit Zuschüssen aus den ÖPNV-Fördertöpfen des Landkreises (5000 Euro), zudem durch Geldmittel des ÖPNV (194000 Euro) und bereitgestellte 288000 Euro aus der Städtebauförderung. Die für die Gemeinde verbleibende Restsumme wird im Gemeindehaushalt auf zwei Jahre verteilt, wie Prucker beim offiziellen Baustellenbeginn mit 2. Bürgermeister Hans Neugirg, Vertretern aus der Verwaltung, Gemeinderäten, Ingenieur Stefan Wolf und Daniel Utz von der Weidener Tiefbaufirma Braun, kurz vorrechnete.
Das geförderte Projekt ist Teil des integrierten Entwicklungskonzeptes der Steinwald-Allianz (ILEG). „Sie wird nach der Fertigstellung nicht nur für unsere Gemeinde, sondern auch für die umliegenden Kommunen eine erhebliche Aufwertung für den öffentlichen Nahverkehr mit sich bringen“, wagte Prucker einen kleinen Ausblick in die Zukunft. Weiter ließ er anklingen, dass der Haltepunkt Reuth – auch durch den barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen – sicher einen höheren Zuspruch erhalten wird. Die Inbetriebnahme der bereits vorhandenen Aufzüge sei für Dezember geplant, informierte der Sprecher.
In den kommenden Monaten entstehen am Bahnhof 19 Parkplätze (auch für Behinderte), zudem eine Bushaltestelle und eine zusätzliche Kurzzeitstellfläche. Bis zu 12 weitere Parkplätze werden als Reserveflächen (mit Schotterrasen) zur Verfügung stehen. Vorgesehen seien auch überdachte Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder. Angedacht ist auch eine Ladestation für E-Bikes. In den kommenden Tagen werden die Bäume und Sträucher entfernt. Die Rodungsarbeiten erledigt der Maschinenring. Die noch vorhandene Güterhalle wird zeitnah zurückgebaut.
Werner Prucker hofft auch auf die Eigeninitiative des Bahnhofseigentümers. „Eventuell entsteht im Gebäude noch ein „Radlercafé“. „Es wäre wünschenswert“, bedauerte der Rathauschef, dass seitens der Bayerischen Liegenschaften GmbH hierzu noch keine Entscheidung gefallen sei. Die Renovierungen im 1. und 2. Bahnhofsstockwerk jedoch sind bereits im Gange. Brucker schloss: „So darf in diesem Teil der Gemeinde wieder Leben einkehren.“













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