Reuth bei Erbendorf
29.08.2024 - 10:43 Uhr
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Trotz hoher Baukosten rege Nachfrage nach Baugrundstücken in Reuth bei Erbendorf

Noch bestimmen im künftigen Baugebiet "Gartenäcker" in Reuth Baugruben, Humushügel und Schotterberge das Bild. Aber nicht mehr lange. "Wenn alles glatt läuft, soll noch heuer das erste Haus stehen", sagt Bürgermeister Werner Prucker.

Nahe an der B 299 weist die Gemeinde Reuth bei Erbendorf am Ortsrand ein neues Baugebiet aus. Es heißt „Gartenäcker“ und umfasst 14 Parzellen. Derzeit ist das Unternehmen Hans Schaumberger GmbH & Co. KG aus Mitterteich mit der Erschließung des Areals beschäftigt. „Der Kanal ist bereits gelegt“, berichtet Bürgermeister Werner Prucker am Telefon. Er ist beim Gespräch mit Oberpfalz-Medien gerade auf der Baustelle, um nach dem Rechten zu sehen. Die Wasserleitung werde wohl nächste Woche fertig sein, berichtet er. Dann gehe es an die Verkabelung der Grundstücke.

Der Rathaus-Chef hat dabei keine Angst, dass die Gemeinde angesichts der hohen Baukosten und der Krise auf dem Bausektor auf den Parzellen sitzen bleibt. Im Gegenteil. Er erzählt von etlichen Interessenten, die sich für einen Bauplatz in Reuth interessierten. Nicht nur aus der eigenen Gemeinde, auch aus Nachbarorten wie Thumsenreuth wollten Leute bauen. Verbrieft sei zwar noch nichts, aber es gebe schriftliche Vereinbarungen und mündliche Zusagen. „Hier auf dem Land kennt man sich, die werden auch eingehalten“, sagt der Bürgermeister.

Allgemeines Wohngebiet

Die Grundstücke liegen am Ortsrand in Hanglage zwischen Steinpointstraße und Gartenäckerstraße. Für die Erschließung sind nur eine kurze Stichstraße an der Steinpointstraße sowie eine kurze u-förmige Straße mit zwei Anbindungen an die Gartenäckerstraße vorgesehen. Die Verkehrsanbindung ist gut. Der Bahnhof ist fußläufig zu erreichen, und die Bundesstraße führt fast vorbei. Sogar die Autobahn ist nah. Zur Anschlussstelle Falkenberg sind es nur rund fünf Kilometer.

Die Gesamtkosten für die Erschließung des etwa 10 300 Quadratmeter großen Areals belaufen sich auf über 900 000 Euro. Bürgermeister Prucker rechnet mit einem Verkaufspreis von etwa 90 Euro pro Quadratmeter. „Voll erschlossen“, betont er.

Ausgewiesen ist die Fläche als Allgemeines Wohngebiet. Erlaubt sind laut den Festsetzungen Wohngebäude, Anlagen für soziale Zwecke sowie Räume für freie Berufe. Auch der Energiewende trägt die Gemeinde Rechnung. Sie bittet die neuen Siedler, die nutzbare Dachflächen mit mindestens 50 Prozent mit Photovoltaikmodulen auszustatten.

Bereits eine Warteliste

Aktuell ist die Warteliste genau so lang wie die Zahl der Bauplätze. „Wir haben etwa 14 Anfragen“, informiert Werner Prucker. 3 Grundstücke seien dabei quasi schon verkauft und 3 weitere „so gut wie sicher“ weg. Prucker berichtet von 3 Interessenten aus dem Dorf, die dort bauen wollten, und einem Investor aus Windischeschenbach, der ein Doppelhaus mit 6 Mietwohnungen errichten werde. Das sei gut. Für Mietwohnungen gebe es einen großen Bedarf, die könne man in der Gemeinde brauchen. Der Interessent habe solch ein Projekt bereits anderswo realisiert und seine Ideen für Reuth schon auf Papier gebracht, betont der Bürgermeister.

Etwa bis Ende Oktober rechnet Werner Prucker mit der Fertigstellung der Erschließungsarbeiten. Dann dürfte es gleich mit den Arbeiten auf den Grundstücken weitergehen. Der erste Bauherr stehe bereits in den Startlöchern, weiß der Bürgermeister. Er wolle noch heuer sein Gebäude errichten. „Ein Fertighaus. Das steht schnell“, sagt der Rathaus-Chef.

Allgemeines Wohngebiet

Ausgewiesen ist die Fläche als Allgemeines Wohngebiet. Erlaubt sind laut den Festsetzungen Wohngebäude, Anlagen für soziale Zwecke sowie Räume für freie Berufe. Auch der Energiewende trägt die Gemeinde Rechnung. Sie bittet die neuen Siedler, die nutzbare Dachflächen mit mindestens 50 Prozent Photovoltaikmodulen auszustatten.

Hintergrund:

Baugebiet "Gartenäcker"

  • 14 Parzellen am Ortsrand von Reuth bei Erbendorf
  • Die Erschließung kostet über 900.000 Euro.
  • Es gibt eine Warteliste für das Baugebiet.
  • Erlaubt sind Häuser mit zwei Vollgeschossen und bis zu vier Wohneinheiten
  • Noch in diesem Jahr sollen die ersten Bauherren mit dem Hausbau beginnen können.
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