22.10.2020 - 09:03 Uhr
Reuth bei ErbendorfOberpfalz

TSV Reuth blickt zurück

von Autor ANGProfil

Nachdem die im April anberaumte Jahreshauptversammlung des TSV Reuth Corona-bedingt ausfallen musste, lieferte der Vorstand nun den Mitgliedern ihren Tätigkeitsbericht über die zurückliegenden eineinhalb Jahre und den Rechenschaftsbericht über das Vereinsjahr 2019. "Sportheimumbau und Corona" nannte Vorsitzender Peter Schieder die zwei Punkte, die weitgehend das Geschehen prägten. Gleich am Tag nach Weihnachten war mit den Innenarbeiten begonnen worden, der Großteil der Umbaumaßnahme konnten in den Wintermonaten erledigt werden. Der Wirtshausbetrieb wurde sogar für zwei Termine wieder aufgenommen, "bevor Corona uns einen dicken Strich durch die Rechnung machte", sagte Schieder. Für mehr als fünf Monate musste die Gaststätte dann komplett geschlossen bleiben, bevor der Betrieb unter Auflagen stark eingeschränkt wieder losging. Immerhin mussten die Feiern zu sieben Geburtstagen, einer diamantenen Hochzeit und zur Erstkommunion abgesagt werden. Das traf den Verein finanziell stark. "Wir hoffen auf eine baldige Abschwächung der Pandemie, wenngleich ich das persönlich eher kritisch sehe", meinte der Vorsitzende.

Schieder dankte allen, die sich in mehr als 550 ehrenamtlichen Stunden in die Maßnahme einbrachten, stellvertretend hob er Stefan Bauer als "Motor des Umbaus" besonders hervor.

Zum sportlichen Teil des Rückblicks bekräftigte der Vorsitzende, dass sich die anfangs von vielen etwas kritisch beäugte Verpflichtung von Trainer Werner Eisenhut als wahrer Glücksgriff erwiesen habe. Der ehemalige Aktive und Funktionär beim Nachbarrivalen Krummennaab habe durch unglaubliches Engagement sowie kameradschaftliches und geselliges Auftreten innerhalb kürzester Zeit alle kritischen Stimmen beiseite gefegt. Im zur Zeit noch stark eingeschränkten Spielbetrieb nehmen sowohl die Erste als auch die Zweite Mannschaft beachtliche Plätze im vorderen Mittelfeld ein. Im Nachwuchsbereich funktioniere bei den Jüngsten die Zusammenarbeit mit dem TSV Krummennaab sowie bei den D-, C- und B-Junioren die Kooperation mit dem TSV Erbendorf. Schieders Dank galt allen Trainern und Betreuern. "Leider können wir derzeit den A-Jugendbereich nicht besetzen", bedauerte er. Keinerlei Probleme vermeldeten die Alten Herren, die Aikido-Sparte, das Kinderturnen, die Mutter-Kind-Gruppe, die Frauengymnastik und auch die Boxer-Fitness-Truppe. Das sportliche Angebot im Verein wird zudem durch die Zumba-Gruppe, die Tanzformation "Funky Feet", die Tanz- und Bewegungsgruppe für die Allerkleinsten sowie die Prinzengarde bereichert. Gerade die Garde erfahre einen ungebrochenen Zulauf, fast 40 Aktive belegen die "unglaubliche Entwicklung" in den zurückliegenden drei Jahren, erwähnte der Vorsitzende mit besonderer Anerkennung für die Übungsleiterinnen Franziska Espada, Julia Hösl und Jana Käß.

Zum Schluss blickte der Vorsitzende auf geplante Vorhaben in den nächsten beiden Jahren. Um vielen Mitgliedern die Möglichkeit zur Teilnahme zu bieten, hatte die TSV-Führung wegen der vorherrschenden Regelungen beschlossen, die Versammlung im Freien abzuhalten und die Tagespunkte auf das Notwendigste zu beschränken. Die Berichte der einzelnen Sparten wurden ebenso auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wie die Ehrungen langjähriger Mitglieder.

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