23.04.2019 - 11:51 Uhr
Reuth bei ErbendorfOberpfalz

Wasser aus der Tiefe

Die Landkreis-Grünen besichtigten die Schlossbrauerei in Reuth. Die Diskussion um den Erhalt der Wasserqualität nahm breiten Raum ein.

Nach der Besichtigung der Reuther Schlossbrauerei diskutierten die Teilnehmer, unter ihnen die Landtagsabgeordneten Rosi Steinberger und Anna Toman (vorne in der Mitte), mit Brauerei-Chef Rigobert Bergler (hinten, Mitte) über die Erhaltung der Wasserqualität.
von Autor ANGProfil

"Wir alle müssen hinsichtlich des wichtigsten Naturgutes, dem Trinkwasser, daran arbeiten, dass die Zukunft unserer Kinder nicht gefährdet ist", betonte Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger bei einer Diskussionsrunde in der Reuther Schlossbrauerei. Die Niederbayerin sah die Politik und Behörden verstärkt in der Pflicht. "Viele Messstationen sind zwar super, aber nicht, wenn wie 2008 geschehen die Bewertungskriterien auf den Kopf gestellt werden." Niemand wolle Pflanzengifte im Wasser haben.

Zu dem Meinungsaustausch hatten Heidrun Schelzke-Deubzer und Fabian Neuser, die Vorsitzenden des Kreisverbandes Tirschenreuth von Bündnis 90/Die Grünen, eingeladen. Gut zwei Dutzend Interessierte, darunter Steinbergers Landtagskollegin Anna Toman aus Bärnau, einige Kreis- und Stadträte waren dabei. Vor dem Rundgang durch die seit 1742 bestehende Schlossbrauerei stellte Rigobert Bergler sein mittelständisches Unternehmen mit 23 Beschäftigten vor. Er hob die besondere Qualität des aus 70 Metern Tiefe aus Granitgestein geförderten, reinen Quellwassers hervor. Seit 23 Jahren sprudele Wasser durch Eigendruck, also artesisch ohne jegliche Pumpeinrichtung, aus der Mineral-Quelle im Schlosspark. Schon zuvor braute man mit Wasser aus drei brauereieigenen Brunnenanlagen, erklärte Bergler. Renommierte Analysen hätten dem "neuen Wasser" sofort beste Werte bestätigt. Artesia-Mineralwasser habe eine bedeutende Position auf dem Getränkemarkt erobert.

In der Diskussion nahmen die in den Düngeverordnungen festgelegten Grenzwerte breiten Raum ein. "Wenn oben zu viel draufkommt, kommen unten irgendwann zu viele Schadstoffe raus", meinte Steinberger, die sich in der Landwirtschaft eine zahlenmäßig an der Fläche orientierte Tierhaltung als beste Lösung vorstellen könnte. Brauereichef Bergler richtete an die Mandatsträger die Bitte, sich für eine verstärkte Förderung des Mittelstandes einzusetzen.

Bild von der Diskussionrunde: Links Vorsitzende Heidrun Schelzke-Deubzer, daneben MdL Anna Toman und MdL Rosi Steinberger.

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