23.04.2019 - 16:57 Uhr
RiedenOberpfalz

Ihre Backrezepte sind immer noch Gold wert

Selbstverständlich hat Georg Grosser seiner Mutter Monika zum 80. Geburtstag eine große Geburtstagstorte gebacken - und zwar nach einem ihrer Hausrezepte. Denn die Jubilarin stand selbst Jahrzehnte in der Backstube.

Der Stieglbäck ist ihre Heimat: Ihren 80. Geburtstag feierte Monika Grosser aus Rieden. Dazu gratulierten Bürgermeister Erwin Geitner (links), ihr Sohn Georg Großer und die beiden, im Haus lebenden Enkelkinder, Dominik (vorne links) und Bastian.
von Paul BöhmProfil

(bö) Selbstverständlich hat Georg Grosser seiner Mutter Monika zum 80. Geburtstag eine große Geburtstagstorte nach einem ihrer Hausrezepte gebacken.

Die Jubilarin stand über Jahrezehnte selbst in der Bäckerei und hatte die Kunden mit Gebäck und Torten versorgt. Erlaubte es ihre Zeit, fuhr sie an den Nachmittag noch Brot aus. An ihrem 80. Geburtstag verriet sie Bürgermeister Erwin Geitner, dass ihr Sohn Georg ihre Backrezepte in der Bäckerei heute noch verwende. Zehntausende von Kücheln und tausende von Torten habe sie gebacken. Dass sie darauf stolz ist, hört man aus ihren Erinnerungen an ihr Leben in der Backstube.

1958 hatte Monika Grosch, wie die Jubilarin mit Mädchennamen hieß, den Bäckermeister und Gastwirt Georg Grosser in Rieden geheiratet. Mit viel Herzblut engagierte sie sich im Familienbetrieb und sorgte dafür, dass dieses und jenes sowohl in der Backstube als auch im angegliederten Wirtshaus Beim Stieglbäck möglich war. Bis 1991 führten die Eheleute den Familienbetrieb, 1996 wurde die die Gastwirtschaft aufgrund beruflicher Entwicklungen aufgegeben. Der Stieglbäck ist heute noch eine Hausnummer in Rieden, an die man sich noch gerne erinnert.

Das Wirtshaus sei ein Abenteuer gewesen, erinnerte sich die Jubilarin und erzählte, dass die Leute immer nicht heimgehen wollten, die Wirtsleute aber schon wieder sehr früh in der Backstube sein mussten. "Das hat schon manchmal an unserer Substanz gezehrt." Hart getroffen hat die Jubilarin der Tod ihres Mannes im Jahr 2015. "Das war schon ein herber Einschnitt in unsere Familie."

Aus der Backstube hat sich die sechsfache Mutter, zwölffache Großmutter und zweifache Uroma erst vor einigen Jahren zurückgezogen. Jetzt genießt sie es, jeden Tag mit ihren Enkeln zusammen zu sein oder die Seniorennachmittage in Ensdorf zu besuchen. Und sie freut sich, dass bei den Kunden ihres Sohnes, der die Bäckerei und Konditorei weiter ausgebaut hat, ihre Jahrzehnte lang erprobten Backrezepte immer noch sehr gut ankommen.

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