02.04.2019 - 13:45 Uhr
RiedenOberpfalz

Eigenleistung beim Feuerwehrhaus-Neubau

Nun ist es endlich so weit: Der Rohbau des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Hirschwalder Straße steht. Durch umfangreiche Arbeitsleistungen bringen sich die Kameraden beim Ausbau ein. Das spart tausende von Euro.

Der Rohbau steht, Garagentore und Fenster sind gesetzt, in Eigenleistung arbeiten auch Feuerwehrmänner am Innenausbau.
von Hubert SöllnerProfil

Eine finanzielle Beteiligung des Feuerwehr-Vereins, so der Vorsitzende Martin Eichenseer, sei nur eingeschränkt möglich, da ein Mannschafts-Transport-Wagen angeschafft und komplett vom Verein finanziert worden sei. Aber er ist sich rückblickend mit Bürgermeister Erwin Geitner und Kommandant Rainer Salbeck einig: „Die räumlichen Verhältnisse im bisherigen Gerätehaus, das aus den 70er-Jahren stammt, entsprechen nicht mehr den Bedürfnissen der heutigen Zeit." Und so legen Feuerwehrkameraden nachdem der Rohbau des Hauptgebäudes erstellt wurde, kräftig Hand an. Vorsitzender Martin Eichenseer war anzutreffen, als er mit Kollegen und Unterstützung durch die Baufirma den Fahrzeug-Waschplatz neben dem Hauptgebäude einschalte und betonierte.

In Eigenleistung wurden bereits auch die Putzarbeiten für Kleinflächen, Betonspachtel- und Auffüllarbeiten im Außenbereich erstellt. So wurde nach der Fertigstellung der Zimmerer- und Holzbaugewerke für das Dach durch eine Zimmerei die Deckenisolierung und Verlegung der Sandwichplatten in Eigenleistung durch Feuerwehr-Mitglieder erledigt. Ebenso auch Trennwände hochgezogen und die Malerarbeiten in den Gängen sowie in den zukünftigen Schulungsräumen, Büros und Toiletten ausgeführt.

Unterstützend waren auch Mitglieder der Feuerwehr im Einsatz als eine Riedener Firma die Heizungs- und Sanitärarbeiten ausführte. Stolz sind alle auch, dass die Fußbodenheizung verlegt und in Betrieb genommen wurde,und die Fußbodenisolierung im Gebäude und der Fahrzeughalle erledigt ist.

Für den Einbau der Isolierfenster wurden durch Wehrmänner die notwendigen Vorbereitungsarbeiten wie der Glattstrich der Laibungen gemacht. Diffiziler Teil der Arbeiten war die Elektroinstallation. „Mit dem Elektrik-Bus-System KNX sind wir auf dem neuesten Stand der Energietechnik“, betont Feuerwehrmann Ralf Mauel. Die Steuerung sei voll auf den Feuerwehrbetrieb abgestimmt. So arbeiten die Männer mit Hochdruck, denn wie Kommandant Rainer Salbeck sagt: „Wir rechnen mit dem Einzug im Spätsommer." Es wird ein Feuerwehrgerätehaus nach dem neuesten Stand der Technik mit einem Jugendraum, großen mit getrennten Umkleiden, Duschen und WCs für Damen und Herren. Im Obergeschoss befindet sich das Kommandantenzimmer, ein Lagerraum sowie der 70 Quadratmeter großen Schulungsraum. Auf Barrierefreiheit wurde im gesamten Gebäude geachtet, heißt es. Neben den drei Stellplätzen für die Feuerwehrfahrzeuge gebe es auch sichere Parkplätze für die Feuerwehrkameraden. Bürgermeister Erwin Geitner betont, dass die Eigenleistungen der Feuerwehr Lohnkosten von circa 50 000 Euro entsprächen.

Der Rohbau steht, Garagentore und Fenster sind gesetzt, in Eigenleistung arbeiten auch Feuerwehrmänner am Innenausbau.
Kommandant Rainer Salbeck freut sich über den 70 Quadratmeter großen Schulungsraum.
Der Fußbodenheizkreisverteiler ist installiert und in Betrieb.
Vorsitzender Martin Eichenseer (links) mit Feuerwehrkameraden beim Einschalen und Betonieren des Fahrzeug-Waschplatzes neben dem Hauptgebäude.
Feuerwehrkamerad Sebastian Bösl, der gemeinsam mit Ralf Mauel von Elektro-Mauel GmbH Kümmersbruck die Elektroinstallation ausführte.
Die Pumpengruppe für die Heizung ist installiert und in Betrieb.
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