11.06.2018 - 11:31 Uhr
RiedenOberpfalz

Jubiläum Feuerwehr Rieden: Seit 130 Jahren Dienst am Mitmenschen

Seit 130 Jahren gibt es in Rieden die Feuerwehr: Dieses Jubiläum wurde groß mit einer zweitägigen Veranstaltung gefeiert. Am Samstag ließen es die Riedener mit Partyhits krachen, am Sonntag folgte nach einem Gottesdienst der Festzug.

Die Feuerwehr in Rieden feierte am Wochenende ihren 130. Geburtstag. Auch Kreisbrandinspektor Hubert Blödt (vorne) ließ es sich nicht nehmen, beim Festzug mitzulaufen.
von Hubert SöllnerProfil

Rieden. (sön) Dass die Riedener vom Feiern etwas verstehen, ist bekannt. Und so ließ es die Feuerwehr bereits am Samstag bei einer 80er und 90er Party so richtig krachen. Der Sonntag startete mit einem Festgottesdienst. Die Blaskapelle Rieden bildete unter Leitung von Miroslaw Zgrzendek die Spitze, Ehrengäste, der Jubelverein und befreundete Wehren sowie örtliche Vereine folgten ihr zum Platz vor der Kirche, wo Pfarrer Gottfried Schubach im Freien eine Messe zelebrierte.

Pfarrer Schubach stellte sich in seiner Predigt die Frage, warum Menschen sich überhaupt ehrenamtlich in einer Feuerwehr engagieren. "Jeder sieht ein, dass die Feuerwehr gebraucht wird. Feuerwehrleute retten und sichern." Da sei höchste Anerkennung

geboten. "Aber nicht nur für Anerkennung geht jemand zur Feuerwehr." Das klinge ziemlich naiv und weltfremd. "Ist es aber nicht. Wenn manche sich über sogenannte Gutmenschen lustig machen, dann ist das ziemlich ahnungslos. Ich wünschte, wir wären alle gute Menschen." Und in einem Feuerwehrmann müsse eine große Portion Gutmensch stecken, sonst würde er seinen Dienst nicht machen. "Deshalb dürfen wir uns nicht in die Angst hineinreden lassen, die manche derzeit befällt. Weil sie die Vielgestaltigkeit und Buntheit dieser Welt nicht mehr verkraften und sie ihren Blick nur noch auf die Gefahren und das Dunkle ausrichten. Sie wollen nicht mehr klar sehen, um was es wirklich geht."

Danach intonierte die Blaskapelle St. Georg das Lied vom guten Kameraden und die Verantwortlichen der Feuerwehr legten am Ehrenmal einen Kranz nieder. Kreisbrandinspektor Hubert Blödt betonte: "Wir wollen unserer Verstorbenen gedenken. Menschen, mit denen wir zusammengelebt, zusammen gearbeitet und zusammen gefeiert haben, mit denen wir ein Stück den Weg des Lebens gegangen sind."

Beim Festzug durch Rieden stellten sich dann rund 30 Feuerwehren mit ihren Fahnenabordnungen aus dem südlichen Landkreis auf und viele örtliche Vereine beteiligten sich. Die Blaskapelle St. Georg und die Trachtenkapelle Hohenburg sorgten für den musikalischen Rahmen. Schirmherr und CSU-Landtagsabgeordneter Harald Schwartz beglückwünschte die Organisatoren zu ihrem Fest. Unterstützt von Töchterchen Victoria überreichte er dem Vorsitzenden Herbert Scharl eine Spende. Geld für die Feuerwehr hatte auch Bürgermeister Erwin Geitner im Gepäck. Es sei für die "älteste Hilfeeinrichtung in unserer Gemeinde". "Eure Einsatzbereitschaft ist immer bei Unglücksfällen, Naturkatastrophen und bei Brandbekämpfung gefordert." Er danke den Männern und Frauen, die in selbstloser Weise Dienst am Mitbürger leisteten.

Bildergalerie: Zwei Tage wird gefeiert bei der Riedener Feuerwehr

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