Bei einer Führung durch die Markgräfliche Residenz in Ansbach wandelten die Teilnehmer auf markgräflichen Spuren durch die 27 Prunkräume und konnten den Glanz vergangener Zeiten spüren. Zu den Hauptattraktionen der Residenz zählen der doppelgeschossige Festsaal, der mit einem Deckenfresko von Carlo Carlone geschmückt ist, das Spiegelkabinett mit einer Sammlung Meißner Porzellan und der Kachelsaal mit rund 2800 Fliesen aus der ehemaligen Ansbacher Fayencemanufaktur.
Im Erdgeschoss der Residenz zeigt die Bayerische Staatssammlung „Ansbacher Fayence und Porzellan“ kunstfertige Produkte vergangener Epochen. Mit der Errichtung einer Wasserburg um 1400 wurde der Grundstein für die heutige Residenz in Ansbach gelegt. Der mittelalterliche Ursprung lässt sich auch heute noch in der sogenannten Gotischen Halle mit ihrem charakteristischen Kreuzrippengewölbe erkennen. Dieser Raum fungiert nicht nur als Ausstellungsort für die größte Sammlung von Produkten der Ansbacher Fayence- und Porzellanmanufaktur, sondern auch als Veranstaltungsraum. Entscheidend für das heutige Erscheinungsbild der Residenz war die letzte große Bauphase im 18. Jahrhundert, welche durch die Baudirektoren Gabriel de Gabrieli und Carl Friedrich von Zocha geprägt wurde. Besonders hervorzuheben ist die zwischen 1734 und 1745 entstandene Innenausstattung unter der Leitung von Leopoldo Retty. Diese setzt sich neben dem ungewöhnlichen architektonischen Stil, der mit „Ansbacher Rokoko“ betitelt wird, auch mit ihrem guten Zustand und ihrer stilistischen Homogenität von Ausstattungen, die einer vergleichbaren Ära entsprungen sind, ab. Zu verdanken, erfuhren die Teilnehmer der Fahrt, sei dies dem letzten Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, der bei seiner Abdankung 1791 die Residenz dem Königreich Preußen übergab.
Im gegenüberliegenden Hofgarten mit Orangerie lohnt sich ein Spaziergang zu jeder Jahreszeit. Nach dem Mittagessen ging es weiter zum Altmühlsee im Fränkischen Seenland. Das Seezentrum Muhr am See ist ein Eldorado für Naturfreunde. In wenigen Minuten ist die Vogelinsel auf dem Wander- und Radweg zu erreichen und für die Sportbegeisterten steht ein Bootshafen mit 96 Wasser- und 204 Landliegeplätzen zur Verfügung.



















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